Heibel-Ticker Podcast

Energiepreise treiben Inflation – US-Notenbank und Regierung im Zinskonflikt

Stephan Heibel Season 2026 Episode 33

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Die Straße von Hormus bleibt angespannt, der Ölpreis steigt auf über 93 US-Dollar je Fass Brent. Der Gaspreis liegt inzwischen mehr als doppelt so hoch wie zu Jahresbeginn. Die US-Notenbank erkennt in ihrem jüngsten Sitzungsprotokoll den inflationären Druck durch Energiekosten, Zölle und die hohe Nachfrage aus dem KI-Sektor an und rückt von schnellen Zinssenkungen ab. Das US-Finanzministerium kündigt an, von September bis kurz nach den Midterm-Wahlen die Rückkäufe lang laufender Staatsanleihen zu verdoppeln. Die Folgen zeigen sich direkt an den Märkten: KI-Aktien geraten unter Druck, während Gold, Bitcoin und Dividendenaktien profitieren. Im Ausblick werden die Heibel-Ticker-Portfoliopositionen mit diesen Entwicklungen verknüpft, inklusive der Kapitalrückführungen von SK Hynix und Samsung sowie der Investitionszusagen von Nvidia, Intel und OpenAI. Zudem werden die Quartalszahlen von TJX und Home Depot eingeordnet. In den Leserfragen geht es um Anleihen als Kaufgelegenheit, Stromerzeuger wie Constellation Energy und Vistra, Applovin nach Ende der SEC-Untersuchung sowie Natera, Bitdeer, Nissan Chemical, McDonald's, Procter & Gamble und Koninklijke Ahold Delhaize. 

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Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –

Für alle anderen – hier gibt's für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe. Mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –

Gelesen von einer Ka-I-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –

Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –

So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –

Und jetzt geht's direkt in die aktuelle Ausgabe. –

Anleger realisieren einen längerfristig hohen Energiepreis. –

Liebe Börsenfreunde,

Der Ölpreis steigt weiter an, doch nur langsam im Vergleich zum Gaspreis. Die Ju-Es-Notenbank realisiert die unmittelbare Inflationsgefahr und erhält Hilfe durch die Ju-Es-Regierung. Das sind die Entwicklungen dieser Woche in Kürze. Was dahinter steckt und wie sich die Entwicklungen auf die Finanzmärkte, beispielsweise einen um dreiundzwanzig Prozent angesprungenen Bitcoin-Preis, auswirken, erkläre ich in Kapitel zwei.

Die Sentiment-Verfassung in den Ju-Es-A sowie bei uns würde ich als neutral bezeichnen: Anleger warten defensiv positioniert auf die nächsten Entwicklungen und sind sogar für eine Konsolidierung zum Sommerende vorbereitet. Mehr dazu in Kapitel drei.

Der heutige Ausblick, Kapitel vier, bringt unsere Heibel-Ticker Portfoliopositionen in einen Zusammenhang mit den in Kapitel zwei beschriebenen jüngsten Entwicklungen. Ich gehe dort zusätzlich auch auf die Finanzierungsdiskussion ein: SK Hynix und Samsung führen Kapital an Anleger zurück, Nvidia, Intel und OpenAI erhöhen ihre Investitionszusagen. Ich erkläre, wie das zusammenpasst und was dies für die einzelnen Aktienkurse bedeutet.

Diese Woche haben Te-Jott-Iks und Home Depot Ku-Zahlen vermeldet. In Kapitel fünf lesen Sie die Updates dieser Woche, in denen ich die Ergebnisse kommentierte.

Die Leserfragen in Kapitel sechs drehen sich diese Woche um die folgenden Themen: Ist es nach dem starken Zinsanstieg nun nicht ein guter Zeitpunkt, um Anleihen zu kaufen? Könnte die Ka-I-Rallye von Chips auf Stromerzeuger überspringen? Ich schaue auf Constellation Energy und Vistra. Ist Applovin nach Beendigung der Es-Ee-Tse-Untersuchung wieder eine Spekulation wert? Sind die Ka-I-Investitionszusagen in Höhe von drei Billionen Ju-Es-Dollar ein Warnsignal? Meine Einschätzung zu den spekulativen Aktien Natera und Bitdeer sowie zu den Dividendenaktien Nissan Chemical, McDonald's, Procter und Gamble und Koninklijke Ahold Delhaize.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre,

take share, Ihr Börsenschreibel

Stephan Heibel

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs

So tickt die Börse: Hohe Energiekosten treiben Inflation, Notenbank in der Defensive, Ju-Es-Regierung springt ein. –

Von Sommerloch keine Spur: Die Durchfahrt der Straße von Hormus ändert sich täglich. Bezüglich der Zins- und Inflationsentwicklung gibt es gegenläufige Signale seitens der Ju-Es-Notenbank und der Ju-Es-Regierung. Diese Entwicklungen führen dazu, dass Anleger die Chip-Aktien meiden und stattdessen Dividendenaktien und Aktien aus bislang noch nicht so gut gelaufenen Branchen suchen. Auch Gold steigt wieder an, der Bitcoin wurde durch einen Short-Squeeze diese Woche um zweiundzwanzig Prozent nach oben katapultiert. Schauen wir uns das Ganze im Detail an.

Passierten am vergangenen Wochenende noch einunddreißig Tanker die Straße von Hormus, so waren es nach einem Angriff des Irans auf einen Tanker am Dienstag nur noch sechs. Die Ju-Es-Regierung erklärte, die Straße sei offen, aus dem Iran wurde gemeldet, dass inzwischen die meisten Schiffe mit ausgeschaltetem A-I-Es fahren. Das A-I-Es ist das Transpondersignal, mit dem sich jedes Schiff orten lässt. Somit lässt sich nicht genau sagen, wie viele Schiffe die Straße von Hormus passieren und sowohl der Iran als auch die Ju-Es-A füttern mit ihren Erzählungen natürlich die eigene präferierte Version.

Zum Wochenschluss beschlagnahmte der Iran einen libanesischen Tanker. Der Ölpreis stieg diese Woche um sieben Prozent auf inzwischen dreiundneunzig Komma fünfundfünfzig Ju-Es-Dollar pro Fass Brent, Nordseeöl. Damit nähert sich der Ölpreis nun wieder der Hundert-Ju-Es-Dollar-Marke, ist aber noch weit entfernt von den hundertzwanzig Ju-Es-Dollar pro Fass, die wir im März sahen. Diese Woche habe ich in der Finanzpresse einen Wechsel der Sichtweise wahrgenommen. Wurde bislang stets über die Dauer der Blockade der Straße von Hormus diskutiert, so scheint sich diese Hoffnung nun zerschlagen zu haben. Es wird offen über die Alternativen gesprochen, die sich seit Kriegsbeginn im Iran gebildet haben: Venezuela, die Ausweitung der Ju-Es-Förderung, nun wurde eine umstrittene Pipeline aus Kanada genehmigt – und die Ju-Es-Zölle auf kanadische Produkte ausgesetzt – auch im Nahen Osten etablieren sich alternative Lieferwege, teils durch Pipelines, teils über das Verladen des Öls auf Tankschiffe, die vom Iran in Ruhe gelassen werden.

Die neue Frage ist also, auf welchem Niveau sich der Ölpreis unter Berücksichtigung dieser neuen Weltlage einpendeln wird. Dabei spielt natürlich auch derzeit eine Rolle, dass viele Raffinerien im Nahen Osten sowie in Russland beschädigt wurden und daher gar nicht so viel Öl verarbeitet werden kann, wie lokal teilweise geliefert wird.

Derweil sind die Gasspeicher in Deutschland – und in Europa – nicht so stark gefüllt, wie es der Jahreszeit entsprechen würde. Der Gaspreis notiert bei sechsundsechzig Komma fünf Ju-Es-Dollar pro Megawattstunde und damit mehr als doppelt so hoch wie zum Jahresbeginn. Sowohl in Europa als auch in den Ju-Es-A steigt damit wieder der inflationäre Druck durch die hohen Energiepreise.

In der Ju-Es-Notenbank ist man sich des Problems bewusst. Obwohl der neue Fed-Chef Kevin Warsh von Trumps Gnaden angetreten war, um die Ka-I-Revolution mit günstigen Zinsen zu befeuern, muss er nun einen Rückzieher machen. Das Fed-Protokoll seiner ersten Sitzung zeigt, dass im Gremium mehr Stimmen als bislang gedacht tatsächlich über Zinsanhebungen nachdenken. Nicht nur die hohen Energiekosten, sondern auch die Zölle und die hohe Nachfrage aus dem Ka-I-Sektor werden als Ursache für den inflationären Druck genannt.

Wir erinnern uns: Die hohen Energiekosten wurden bislang als vorübergehend eingestuft und erfahren in diesen Tagen eine Neubewertung in Richtung eines langfristig höheren Niveaus. Die Zölle sind ein Einmaleffekt, der aber gerade jetzt durchschlägt. Und die Ka-I-Revolution beschleunigt sich auch in ihrem vierten Jahr weiter, obwohl viele intellektuelle Skeptiker seit drei Jahren von einer Überhitzung sprechen.

In diese Situation hinein meldet sich das Ju-Es-Finanzministerium mit der Ankündigung, vom neunten September bis zum vierten November – rein zufällig genau bis zu den Midterm-Wahlen – die Rückkäufe lang laufender Staatsanleihen von zwei auf vier Milliarden Ju-Es-Dollar je Transaktion zu verdoppeln. Ich habe diese Meldung inzwischen bestimmt in zwanzig verschiedenen Finanzpublikationen gelesen. Keine einzige Publikation macht sich Gedanken darüber, wo denn das Geld für die Rückkäufe herkommt. Die Antwort ist einfach: Es werden kurz laufende Anleihen ausgegeben. Denn deren Verzinsung ist niedriger und dadurch wird die Zinslast kurzfristig verkleinert. Schön, oder?

Doch damit einher geht die Verpflichtung, diese kurz laufenden Anleihen nach ihrer kurzen Laufzeit erneut zu refinanzieren. Die Ju-Es-Regierung macht sich dadurch abhängig von den Zinsen am kurzen Ende. Solange die Ju-Es-A als solvent betrachtet werden, ist das kein Problem. Doch je mehr kurzfristig finanziert wird, desto abhängiger ist die Ju-Es-Regierung von der Zinsentwicklung, und desto stärker steigt die Skepsis der Anleger bezüglich der Solvenz der Ju-Es-A. Mittelfristig wird also durch diese Aktion die Reputation der Ju-Es-Staatsschulden untergraben.

Nun wissen Sie also, warum Gold und der Bitcoin als Alternative zum Fiat-Geld plötzlich ansprangen. Ka-I-Aktien waren diese Woche unter Druck und die Aktion der Ju-Es-Regierung half diesen Aktien nicht. Auch das ist nun nachvollziehbar: Je stärker ein Unternehmen wächst, desto höher ist das Bewertungsmultipel, Kurs-Gewinn-Verhältnis oder auch E-Vau-Ebitda. Der Gewinn, der in der Zukunft erwirtschaftet wird, erhält heute ein Preisschild. In das Bewertungsmultipel wird das aktuelle Zinsniveau eingerechnet. Je höher die Zinsen für lang laufende Investitionsfinanzierungen, desto größer der Abschlag beim Bewertungsmultipel. Zudem gilt die Rendite lang laufender Anleihen als Alternative zu den riskanten Wachstumsaktien.

Je höher also die Zinsen am langen Ende, desto größer der Risikoabschlag bei Wachstumsaktien und somit desto niedriger der Aktienkurs, der heute bezahlt wird. Vor dem Hintergrund der steigenden Zinsen seit Juni konnten wir sehen, wie eine Ka-I-Aktie nach der anderen eine Neubewertung erfuhr, meist niedriger. Mit der Aktion der Ju-Es-Regierung, die Zinsen am langen Ende durch die Erhöhung der Nachfrage nach diesen Papieren zu senken, müsste rechnerisch der Risikoabschlag für Ka-I-Aktien sinken, die Aktienkurse müssten steigen. Doch das geschah nicht.

Es geschah nicht, weil Anleger den Trick der Ju-Es-Regierung durchschauen. Nicht eine solide Wirtschaft ist der Grund für die abgesenkten Zinsen, sondern der kosmetische Eingriff der Ju-Es-Regierung.

Ka-I-Aktien brachen diese Woche ein, Gold, Bitcoin und unsere Dividendenaktien profitierten. Zudem zeigte ein Private-Equity-Fonds Interesse an Workday, einem Softwareunternehmen, das in den vergangenen Monaten als vermeintliches Ka-I-Opfer ausverkauft wurde. Diese Meldung verhalf allen Softwareaktien zu einer kräftigen Gegenbewegung in dieser Woche. Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –

Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –

Und nächste Woche gibt's die nächste Folge – bis dahin. –