Heibel-Ticker Podcast
Herzlich willkommen im Heibel-Ticker Podcast! Hier gibt Ihnen Stephan Heibel, erfahrener Börsenexperte und Herausgeber des beliebten Heibel-Ticker Börsenbriefs, fundierte Analysen und verständliche Einblicke in die Welt der Aktien, Börse und Aktienmärkte. Ob Quartalszahlen, aktuelle Marktbewegungen oder konkrete Investmentideen – Sie erfahren, was die Börse bewegt und wie Sie davon profitieren können. Ideal für Privatanleger, die ihr Wissen erweitern und fundierte Entscheidungen treffen möchten, um Ihr Portfolio noch weiter zu optimieren.
Heibel-Ticker Podcast
Party an der Börse? Warum KI-Aktien jetzt rotieren
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
In dieser Folge des Heibel-Ticker Podcasts geht es um einen spannenden Stimmungswechsel an den Börsen. Während die großen KI-Hardware-Aktien nach ihrer Rekordrally unter Druck geraten, beginnt die Suche nach den nächsten Gewinnern. Stephan Heibel erklärt, warum diese Rotation kein Warnsignal sein muss, welche Chancen sich daraus ergeben und weshalb das aktuelle Sentiment zwar Unterstützung bietet, Anleger sich darauf aber nicht blind verlassen sollten.
Außerdem erfahren Sie, warum die kommenden Sommerausgaben etwas kompakter ausfallen, welche Entwicklungen für das Heibel-Ticker-Portfolio jetzt besonders wichtig sind und weshalb Cewe mit der Übernahme von Kodak Moments interessant bleibt.
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem Heibel-Ticker Börsenbrief!
Profitieren Sie von über 25 Jahren Börsenerfahrung und werden Sie Teil der Heibel-Ticker Gemeinschaft!
Im Heibel-Ticker erhalten Sie wöchentlich fundierte Analysen, klare Einschätzungen und konkrete Empfehlungen zu den Aktienmärkten direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Stephan Heibel liefert Ihnen Einblicke in aktuelle Marktentwicklungen, Sentimentanalysen und wichtige Investmentideen – verständlich und auf den Punkt gebracht.
Jetzt kostenlos anmelden und immer aktuell informiert sein:
heibel-ticker.de
Moin aus Hamburg. –
Willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –
Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –
Für alle anderen – hier gibt's für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe. Mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –
Gelesen von einer Ka-I-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –
Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –
So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –
Und jetzt geht's direkt in die aktuelle Ausgabe. –
Liebe Börsenfreunde, –
wenn in der A-Er-De-Tagesschau von Party und zerbrochenen Bierflaschen auf dem Börsenparkett die Rede ist, dann muss der Stephan einen Auftritt gehabt haben, scherzten meine Freunde diese Woche an meinem Geburtstag. Vielleicht ist der Zusammenhang etwas weit hergeholt … aber Sie alle wissen, wie trocken unsere Sentiment-Zahlen sind. Ich habe daher tatsächlich die Analogie zur Party bemüht. Das Interview mit Moderator Klaus-Rainer Jackisch können Sie unter diesem Link sehen – ich komme ab Minute elf dran.
Die ersten Hitzephasen haben wir noch unter Volllast weitergearbeitet – nun werde ich einen Gang herunterschalten und den Sommer genießen. Wie immer bleibe ich natürlich am Ball. Aber die Updates werden nur noch bei wirklich wichtigen Entwicklungen verschickt … und die kommenden Ausgaben, wie auch die heutige bereits, werden etwas kürzer.
Ich konzentriere mich auf die wichtigen Entwicklungen für unser Portfolio. Weiterführende Analysen hebe ich mir für später auf. So erläutere ich heute in Kapitel zwei, wie die Rotation in eine Konsolidierung übergehen könnte. Die Hai-Fleier der vergangenen Monate werden derzeit ausverkauft – gleichzeitig werden attraktive Aktien händeringend gesucht.
Das Sentiment ist klar negativ und somit eine Unterstützung für die Aktienmärkte. In Kapitel drei zeige ich, warum wir uns darauf jedoch nicht verlassen sollten.
Im heutigen Ausblick in Kapitel vier fasse ich die wichtigsten Entwicklungen zu unseren Aktien aus dem Heibel-Ticker Portfolio zusammen und gebe einen Ausblick auf die zu erwartenden Ereignisse der kommenden Wochen. Ich gebe auch meine Einschätzung darüber ab, wie groß die Gefahr eines Crashs ist – oder wie eilig Anleger investieren sollten, um die nächste Rallye nicht zu verpassen.
Diese Woche gab es nur ein Update: Cewe übernahm Kodak Moments und erschließt sich damit neue Märkte. Meine Einschätzung dazu lesen Sie in Kapitel fünf.
Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel sechs.
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre. –
take share, Ihr Börsenschreibel – Stephan Heibel, Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs.
Was passiert, wenn die Hardware-Hersteller Rekordzahlen liefern und der Markt trotzdem einbricht? Das Geld verschwindet nicht … es wandert weiter. Von den Schaufelverkäufern zu denen, die mit den Schaufeln graben.
Es-Ka Hynix betätigte den Gong zum Stimmungshoch. Am Freitag vor einer Woche vollzog Es-Ka Hynix das größte Ju-Es-Listing eines ausländischen Unternehmens aller Zeiten. Sechsundzwanzig Komma fünf Milliarden Ju-Es-Dollar wurden über neu ausgegebene Aktien – sogenannte A-De-Ärrs – an der Näsdäck eingesammelt, mehr als Alibaba zweitausendvierzehn. Das Orderbuch war siebenfach überzeichnet, der erste Handelstag brachte der Aktie ein Plus von dreizehn Prozent. Der Ha-Be-Emm-Weltmarktführer – rund sechzig Prozent Marktanteil bei den High Bandwidth Memorys, Speicherchips, ohne die kein Ka-I-Rechenzentrum läuft – holte sich die Ju-Es-Bewertungsprämie. Aktien, die an der Näsdäck gelistet sind, werden deutlich höher bewertet als ihre Pendants in China.
Ich könnte sagen, dass die Ju-Es-Bilanzierungsregeln deutlich strenger sind und daher weniger Spielraum für Schummeleien bieten. Anleger versehen daher chinesische Aktien mit einem höheren Bewertungsabschlag. Doch neutral formuliert würde ich sagen: Anleger fühlen sich im Umfeld der Ju-Es-Regularien wohler als an den chinesischen Märkten, die doch immer wieder von politischer Einflussnahme dominiert werden.
Schon am Montag drehte das Bild. In Seoul brach Es-Ka Hynix um fünfzehn Prozent ein, Samsung um elf Prozent – die frisch gelisteten A-De-Ärrs verloren zweistellig. Micron und Sandisk wurden mit nach unten gerissen. Wenn ein Rekord-Listing siebenfach überzeichnet ist und danach verkauft wird, dann können wir die Ereignisse als Top-Bildung oder auch als Trendumkehr interpretieren. Ich würde sagen … der Halbleitermarkt ist ein Casino der Emotionen. Bloomberg berichtet bereits, dass Samsung über ein eigenes Ju-Es-Listing nachdenkt. Wenn alle an die Wall Street drängen, um Geld einzusammeln, sollten Anleger hellhörig werden. Die Wall Street wird so lange mit Aktien geflutet, bis die Liquidität vollständig aufgesogen, bis der Markt ausgetrocknet ist. Ich hatte bereits im Rahmen des Space-Ex-Börsengangs, der Alphabet-Finanzierung und weiterer Aktionen der Hyperscaler angekündigt, dass der Markt im Verlauf dieses Sommers austrocknen würde. Ich denke, nun ist es soweit. Anthropic und Open-A-I sollten ihre Börsengänge verschieben – möglichst in Richtung Ende des Jahres.
A-Es-Emm-Ell und Te-Es-Emm-Ce lieferten diese Woche mit ihren Quartalsergebnissen Rekordzahlen, die keiner mehr feierte. Dabei könnte es operativ kaum besser laufen. A-Es-Emm-Ell meldete am Mittwoch neun Komma drei Milliarden Euro Quartalsumsatz bei vierundfünfzig Prozent Bruttomarge und hob die Jahresprognose zum zweiten Mal in diesem Jahr an – auf dreiundvierzig bis fünfundvierzig Milliarden Euro Umsatz, nach sechsunddreißig bis vierzig Milliarden im April. Für das laufende dritte Quartal werden elf bis zwölf Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die Herstellungskapazitäten für A-Es-Emm-Ell-Fertigungsmaschinen sollen zweitausendsiebenundzwanzig um dreißig Prozent ausgebaut werden.
A-Es-Emm-Ell bietet die alten Deep-Ultraviolett-Maschinen an – kurz De-U-Vau –, die auf Basis langwelligen U-Vau-Lichts die dickeren oberen Schichten des Halbleiters bestrahlen. Bei den wesentlich filigraneren Extreme-Ultraviolett-Maschinen – kurz E-U-Vau – ist A-Es-Emm-Ell das einzige Unternehmen weltweit, das entsprechende Chip-Maschinen anbietet. Damit können kurzwelliger tiefere Schichten des Halbleiters erreicht werden. Micron hat bereits den Ausbau der Fertigungskapazitäten für ihre Ha-Be-Emm-Speicherchips angekündigt und benötigt dazu A-Es-Emm-Ell-E-U-Vau-Maschinen.
Die Aktie von A-Es-Emm-Ell sprang zur Eröffnung an und näherte sich ihrem Rekordhoch … doch dann trocknete der Markt aus, die Aktie gab die Gewinne im Tagesverlauf wieder ab.
Noch deutlicher bei Te-Es-Emm-Ce am Donnerstag: Der Nettogewinn sprang um siebenundsiebzig Prozent auf umgerechnet zweiundzwanzig Milliarden Ju-Es-Dollar – das fünfte Rekordquartal in Folge. Der Umsatz legte um sechsunddreißig Prozent auf vierzig Komma zwei Milliarden Ju-Es-Dollar zu, zwei Drittel davon kommen inzwischen aus dem Ka-I-Bereich. Ce-E-O Ce-Ce Wei kündigte weitere einhundert Milliarden Ju-Es-Dollar Investitionen für den Standort Arizona an – Gesamtinvestition dort nun zweihundertfünfundsechzig Milliarden Ju-Es-Dollar – und hob das Investitionsbudget für zweitausendsechsundzwanzig auf sechzig bis vierundsechzig Milliarden Ju-Es-Dollar an. Auch hier folgte eine konträre Reaktion, die Aktie fiel um vier Prozent, der gesamte Chipsektor gab nach.
Anleger fürchten, dass die Investitionen in den Ausbau der Chip-Fertigungskapazitäten zu einem Überangebot an Chips führen werden und somit diese Investitionen zum Milliardengrab werden könnten. Sie wissen ja, dass ich das anders sehe. Aber, wie oben gesagt … kurzfristig ist der Markt ein Casino der Emotionen. Nachhaltige Entwicklungen zeigen sich erst langfristig.
Wenn Rekordzahlen mit Kursverlusten quittiert werden, waren die Emotionen für die guten Nachrichten bereits zu hoch gekocht. Intel, Micron, Infineon, A-Emm-De, Arm Holding, SanDisk, Western Digital … alle mussten diese Woche kräftig Federn lassen.
Die Hyperscaler übernehmen den Staffelstab. Die großen Tech-Konzerne, die in den vergangenen Monaten im Schatten der Hardware-Rally standen, konnten diese Woche zulegen. Apple stieg um drei Komma fünf Prozent und kratzt an der Marke von fünf Billionen Ju-Es-Dollar Marktkapitalisierung, befeuert von der China-Zulassung für Apple Intelligence. Meta wurde dafür belohnt, das gigantische Rechenzentrum in Louisiana auf fünf Gigawatt und über fünfzig Milliarden Ju-Es-Dollar aufzustocken – und darüber nachzudenken, überschüssige Rechenkapazität als Cloud-Dienst zu vermarkten. Amazon erhielt Kurszielanhebungen, weil A-We-Es wieder Fahrt aufnimmt.
Metas Überlegung, eigene Ka-I-Ge-Pe-U-Kapazität zu verkaufen, ist für die Hardware-Hersteller ein Warnsignal, denn das Angebot holt die Nachfrage ein. Für die Hyperscaler ist es aber ein Gütesiegel, denn ihre Milliardeninvestitionen beginnen, Erträge abzuwerfen. Der Markt wettet nun auf Phase zwei der Ka-I-Story. Nicht mehr auf den Bau der Infrastruktur … sondern auf ihre Monetarisierung. Dazu passt, dass I-Be-Emm warnte, Ka-I-Infrastrukturausgaben kannibalisierten klassische Software-Budgets: Es gibt Gewinner und Verlierer – und die Karten werden gerade neu gemischt.
Dabei gleicht der Kommentar von I-Be-Emm-Ce-E-O Arvind Krishna einem Offenbarungseid. Man sei davon überrascht worden, dass Kunden an allen Ecken und Enden, insbesondere an den I-Be-Emm-Produkten, sparen. Er beschreibt die Ka-I-Entwicklungen so, dass Unternehmen aktuell nur drei Bereiche haben, in denen sie investieren – und zwar investieren müssen, so stark investieren müssen, dass für andere Bereiche nichts übrig bleibt: Erstens der Ausbau der Ka-I-Infrastruktur – Ka-I-Rechenzentren kaufen oder mieten, die Hyperscaler. Zweitens das Zur-Verfügung-Stellen möglichst großer Ka-I-Token-Budgets – die Ka-I-Modellanbieter Anthropic, Open-A-I, Alphabet, Meta. Und drittens das Überarbeiten der I-Te-Sicherheitsstruktur – CrowdStrike, Palo Alto. In allen anderen I-Te-Bereichen seien die Sparanstrengungen der I-Be-Emm-Kunden so stark, dass die I-Be-Emm-Jahresplanung ad absurdum geführt wurde. Die Aktie von I-Be-Emm brach binnen weniger Sekunden um fünfundzwanzig Prozent ein.
Am heutigen Freitag bekommt aber auch diese Sichtweise schon wieder Kratzer: In China wurde das Ka-I-Modell Kimi Ka-Drei veröffentlicht, das ersten Berichten zufolge den chinesischen Rückstand zu Anthropics Klohd Fable und Open-A-Is Tschätt-Dschi-Pi-Ti fünf Punkt fünf aufholen soll. Wir laufen auf eine Situation zu, in der viele Anleger überhaupt nicht mehr wissen, in welche Unternehmen man noch investieren darf.
Eine weitere Information mahnt zur Vorsicht: Die Positionierung der Ju-Es-Fondsmanager ist laut der monatlichen Umfrage der Bank of America stark chiplastig – zweiundachtzig Prozent sind im Chip-Sektor übergewichtet –, während die Cash-Quote nur noch bei mageren drei Komma sechs Prozent liegt. Wenn alle auf derselben Seite des Bootes stehen, ist es leicht zum Kentern zu bringen.
Während die Wall Street nahe ihren Allzeithochs notiert – der Es-und-Pie fünfhundert hielt sich über siebentausendfünfhundert Punkten, gestützt von starken Bankenzahlen zum Auftakt der Berichtssaison –, musste der Dax Federn lassen. Das Wiederaufflammen des Iran-Krieges – Trump erklärte das Rahmenabkommen für nichtig, verhängte erneut eine Seeblockade und sprach vorübergehend von einer zwanzigprozentigen Gebühr für die Durchfahrt der Straße von Hormus – trieb den Ölpreis, Brent, um rund zehn Prozent auf etwa fünfundachtzig Ju-Es-Dollar je Fass. Der Dax rutschte in der Spitze zwei Komma zwei Prozent ab und kämpft seither mit der Marke von fünfundzwanzigtausend Punkten.
Ein Ölpreisschock trifft die energieintensive, exportlastige deutsche Wirtschaft ungleich härter als die Ju-Es-A, die selbst Öl fördern. Entsprechend standen Lufthansa – minus sechs Prozent –, Autobauer und Zykliker unter Druck, während die ohnehin schwachen Konjunktursignale das Bild abrunden. Dazu kommt die Inflationsangst … denn steigt der Ölpreis weiter, rückt die Zinswende nach unten in weite Ferne – und in den Ju-Es-A wird sogar schon wieder über Erhöhungen diskutiert.
Kurz gesagt: Diese Woche lief die parabolische Entwicklung bei Ka-I-Hardwareanbietern aus. Die Liquidität, die durch die heftigen Verkäufe in diesem Sektor generiert wurde, suchte aufgrund der Spannungen im Nahen Osten vergeblich nach neuen Anlageideen oder auch nur nach Value-Titeln – und floss daher mangels Alternative zurück in die altbewährten Hyperscaler.
Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –
Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –
Und nächste Woche gibt's die nächste Folge – bis dahin. –