Heibel-Ticker Podcast
Herzlich willkommen im Heibel-Ticker Podcast! Hier gibt Ihnen Stephan Heibel, erfahrener Börsenexperte und Herausgeber des beliebten Heibel-Ticker Börsenbriefs, fundierte Analysen und verständliche Einblicke in die Welt der Aktien, Börse und Aktienmärkte. Ob Quartalszahlen, aktuelle Marktbewegungen oder konkrete Investmentideen – Sie erfahren, was die Börse bewegt und wie Sie davon profitieren können. Ideal für Privatanleger, die ihr Wissen erweitern und fundierte Entscheidungen treffen möchten, um Ihr Portfolio noch weiter zu optimieren.
Heibel-Ticker Podcast
Zinserwartung, Ölpreisverfall und KI-Lieferkette
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Stephan Heibel ist zurück aus dem Urlaub – und die Märkte haben in zwei Wochen einiges bewegt. Im Mittelpunkt dieser Ausgabe: die geopolitische Entspannung rund um den Iran und die Öffnung der Straße von Hormus, der darauffolgende Ölpreisverfall von 120 auf 73 Dollar je Fass, die Stärke des US-Dollars und die auseinanderklaffende Geldpolitik von Fed und EZB.
Dazu: Die Quartalszahlen von Micron übertrafen die Erwartungen um 25 Prozent – der Gewinn wuchs gegenüber dem Vorjahr um über 1.200 Prozent. Der HBM-Speicher-Engpass treibt die Preise, belastet Hyperscaler wie Amazon, Microsoft und Meta – und zieht Chip-Anbieter wie Intel, Corning und PVA Tepla mit nach oben.
Außerdem: Was die erste Fed-Sitzung unter Kevin Warsh für die Zinsentwicklung bedeutet, warum der Schweizer Aktienmarkt glänzt – und was das Sentiment für Gold, Öl und Bitcoin signalisiert.
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Für alle anderen – hier gibt's für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe. Mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –
Gelesen von einer KI-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –
Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –
So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –
Und jetzt geht's direkt in die aktuelle Ausgabe. –
Kapitel 1 – Zinserwartung, Ölpreisverfall und KI-Lieferkette im Fokus
Ja, ich bin zurück aus meinem Urlaub und voller Tatendrang, wie Sie in der heutigen Ausgabe sicherlich spüren werden.
Zur Wunschanalyse: Sie, liebe Heibel-Ticker Mitglieder, schlagen bis Montagabend Titel vor, die ich in die Auswahlliste übernehmen soll. Die fünf Titel, die am häufigsten vorgeschlagen wurden, schaffen es in die Abstimmung.
Am Dienstag schicke ich die Vorschlagsliste an alle Heibel-Ticker Plus Mitglieder und Sie können bis Dienstagabend direkt in der E-Mail Ihren Wunschkandidaten anklicken. Die Aktie mit den meisten Stimmen wird dann von mir analysiert und im folgenden Heibel-Ticker vorgestellt.
Mein Ziel ist es, Ihren aktuellen Wunsch zeitnah zu erfüllen. Interaktiver geht es nicht, oder?
Den Link zur Abstimmung finden Sie in der Ausgabe. Bitte jeder nur ein Kreuz.
In Kapitel 2 beschreibe ich kurz meine persönlichen Eindrücke von der AWS-Messe in New York. Zudem gehe ich auf die wichtigsten Marktbewegungen ein, die während meines Urlaubs die Märkte in eine Achterbahnfahrt versetzten. Im Mittelpunkt stehen die geopolitische Entspannung rund um den Iran und die Straße von Hormus, der folgende Ölpreisverfall, die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro sowie die unterschiedliche Lage von US- und europäischer Geldpolitik. Außerdem geht es um die auffällige Stärke des Schweizer Aktienmarkts, die Rolle defensiver Schwergewichte wie Roche, Novartis und Nestlé sowie um größere Verschiebungen innerhalb des Aktienuniversums. Die Quartalszahlen von Micron verdeutlichten nochmals die Knappheit bei HBM-Speicherchips. Ich schaue auf die Kursreaktionen bei Chip- und Chipmaschinenherstellern sowie die Belastungen für Hyperscaler. Schließlich thematisiere ich die Auswirkungen der Fed-Sitzung unter Kevin Warsh, die Sorge vor höheren Zinsen und die Frage, wie Energiepreise, KI-Investitionen und steigende Finanzierungskosten derzeit verschiedene Branchen gegeneinander verschieben.
In Kapitel 3 schaue ich auf die gegensätzlichen Gemütslagen der Anleger nach zwei Wochen starker Schwankungen. Unser Sentiment schlägt stark aus, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung, während der DAX unter dem Strich kaum vom Fleck kam. Wir stellen uns die Frage, welche Rolle Absicherungsgeschäfte, hohe Investitionsquoten und technische Angstindikatoren derzeit für die zu erwartende Marktentwicklung spielen. Ich zeige, warum die Aktienmärkte momentan in beide Richtungen auf Widerstände treffen könnten. Schließlich richte ich den Blick auf Gold, Öl und Bitcoin: Die Sentimentdaten liefern dort auffällige Signale, die in der Vergangenheit selten waren und für die kommenden Monate wertvolle Vergleichswerte liefern.
In Kapitel 4 schaue ich auf die jüngste Fed-Sitzung unter Kevin Warsh und stelle die Frage, ob die Finanzmärkte die Signale der Notenbank richtig eingeordnet haben. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Erwartungen der Notenbankmitglieder, der starke Anstieg der kurzfristigen US-Renditen sowie die Rolle des Ölpreises für die jüngsten Inflationssorgen. Zudem geht es um die hohe Schuldenlast der USA und die Frage, welchen Spielraum Warsh künftig für unveränderte oder niedrigere Zinsen haben könnte. Abschließend empfehle ich für unser Heibel-Ticker Portfolio eine Aktie aus einer unserer Wunschanalysen, wo sich nach der jüngsten Kurskorrektur eine neue Gelegenheit für den disruptiven Portfoliobereich ergibt.
Unsere drei Updates dieser Woche in Kapitel 5 behandeln unsere Spekulation auf den nächsten Engpass in der KI-Revolution: Nach KI-GPUs sind derzeit HBM-Speicher in aller Munde. Meiner Einschätzung nach zeichnet sich bereits der nächste Flaschenhals ab und wir sind frühzeitig dabei. Außerdem kommentiere ich die Kurskorrektur von Deutz und den Luftsprung von Lufthansa.
Natürlich gibt es wieder eine tabellarische Übersicht über die Entwicklung unseres Heibel-Ticker Portfolios in den vergangenen zwei Wochen.
Abschließend noch kurz zur wichtigsten Nebensache der Welt: Unsere Nationalmannschaft hat sich doch bislang ganz wacker geschlagen, wenn wir sie mit den letzten Weltmeisterschaften vergleichen. Wann hatten wir zuletzt bereits vor dem dritten Gruppenspiel die Tabellenführung sicher? Kein Wunder also, dass die Mannschaft gestern eher auf ihre Knöchel und ihr Kartenkonto schaute, als auf das Ergebnis. Achtzigtausend Zuschauer, die sich von den frechen FIFA-Ticketpreisen nicht abhalten ließen. Dabei ist das Stadion in New Jersey schwer erreichbar, für An- und Abreise fallen nochmals einige hundert US-Dollar an. Vielleicht ist es nur noch eine romantische Vorstellung, dass Fußball die breite Bevölkerung vereint.
Kapitel 2 – So tickt die Börse: KI-Lieferkette schlägt zurück
So, ich kann also Entwarnung geben: Mein Urlaub ist beendet und es gab keinen Börsencrash. Die langjährigen Heibel-Ticker Mitglieder wissen, dass Crashs in der Regel dann über uns hereinbrechen, wenn ich gerade im Urlaub bin.
Meine Eindrücke aus den USA habe ich vor einer Woche kurz für Sie formuliert. Nachhaltig hängengeblieben ist bei mir, dass die Amazon-Messe mit Schwerpunkt AWS-Cloud stark auf Geschäftskunden ausgerichtet war. In der Amazon-Cloud werden globale Prozesse abgebildet. Natürlich wimmelte es von KI-Angeboten, doch wirkliche Anwendungsfälle, also erprobte Lösungen, gab es wenige.
Außerdem ist bei mir hängen geblieben, dass die Polarisierung der Medien bezüglich pro und contra Trump viel extremer ist, als ich es mir vorgestellt hatte. Da sind wir hier in Deutschland trotz unserer bekanntlich linksorientierten Medien Waisenknaben. Ein und dieselben Fakten werden von der einen Seite, CNN, als kaltblütiges Ausnehmen der armen Bevölkerung, und von der anderen Seite, Fox, als Weltrettung dargestellt. Und keiner der TV-Kommentatoren errötet bei solch maßlos übertriebenen Ableitungen.
Unser Portfolio zeigt nach den zwei Wochen eine Veränderung von null Komma null Prozent. Doch innerhalb des Heibel-Ticker Portfolios gibt es mehrere Positionen, die zweistellig zulegten – Novo Nordisk, Lufthansa, Capital One – und zweistellig abgaben – Nike. Was ist passiert?
Eine ganze Menge. Beginnen wir mit der Geopolitik und der globalen Konjunkturentwicklung, bevor wir uns einzelnen Unternehmensentwicklungen zuwenden.
In der Geopolitik läuft alles auf einen Frieden mit dem Iran hinaus, auf die Öffnung der Straße von Hormus und auf die Vereinbarung, dass der Iran wieder internationale Atom-Kontrolleure ins Land lässt. „Der dümmste Deal der US-Geschichte" wettern die linken US-Medien und führen an, dass dieser Zustand bereits von Obama vor neun Jahren ausgehandelt war. „Ein historischer Sieg" prahlen die rechten Medien und führen an, dass der Iran nach vielen Jahrzehnten nun endlich nicht mehr in der Lage sei, die vielen Proxys – Huthis, Hisbollah, Hamas – im Nahen Osten für ihre terroristischen Aktivitäten auszustatten.
Wer wissen möchte, wie Finanzakteure die Lage beurteilen, der braucht sich nur den Ölpreis anschauen. Entgegen der Befürchtungen eines Ölpreises über hundertfünfzig Dollar je Fass und eines lang anhaltenden erhöhten Ölpreises erreichte der Ölpreis sein Hoch bereits bei hundertzwanzig Dollar je Fass und gab in den vergangenen zwei Wochen bereits sechzehn Prozent auf inzwischen nur noch dreiundsiebzig Dollar je Fass Brent-Öl nach.
Übrigens stieg der US-Dollar gegenüber dem Euro in den vergangenen zwei Wochen um ein Komma sieben Prozent an – beziehungsweise fiel der Euro um ein Komma sieben Prozent auf eins Komma vierzehn Dollar je Euro. Der US-Dollar ist wieder stärker gefragt. Das liegt meiner Einschätzung nach an mehreren Entwicklungen. Zum einen zieht die KI-Revolution ordentlich Kapital in die USA. Die gigantischen KI-Investitionen versprechen gute Renditen, daher legen internationale Investoren wieder verstärkt Geld in den USA an.
Dadurch wird auch das Zinsniveau nach oben gedrückt. Und obwohl der neue Fed-Chef Kevin Warsh in der vergangenen Woche bei seiner ersten Sitzung den US-Leitzins unangetastet beließ, erwarten viele Anleger langfristig hohe Zinsen in den USA. Die US-Wirtschaft brummt aufgrund der KI-Revolution und die hohen Wachstumsraten ermöglichen es dem Fed-Chef, nötigenfalls das Zinsniveau anzuheben, um ein Überhitzen der Wirtschaft zu verhindern. Die hohen Inflationswerte werden daher in den USA gelassen hingenommen: Die Fed hat die Möglichkeit, gegenzusteuern.
In Europa sieht es ganz anders aus: Wachstum gibt es hier nicht mehr und dennoch erhöhte die EZB notgedrungen den Leitzins auf ihrer letzten Sitzung Anfang Juni, um die zu hohe Inflation einzudämmen. Sie wissen ja, höhere Zinsen dämpfen das Wachstum. Mangels Wachstum kann in Europa der Zins nicht noch weiter nach oben gedreht werden, die EZB hat an dieser Stellschraube ihr Pulver frühzeitig verschossen.
Aus dieser Perspektive muss die Situation in den USA gar nicht rosig sein, sie braucht nur ein wenig besser zu sein als hier. Daher fließt das internationale Kapital derzeit in den aussichtsreicheren US-Markt, der US-Dollar legt gegenüber dem Euro zu.
Vor diesem Hintergrund ist auch interessant, dass der Schweizer Aktienindex SMI, der die zwanzig größten Schweizer Unternehmen beinhaltet, in den vergangenen Wochen um fünf Prozent ansprang. Die drei größten Indexwerte Roche, Novartis und Nestlé gewannen zwischen fünf und sieben Prozent und zogen den Index so in die Höhe. Ich würde sagen, Europäer, die den Weg über den Teich scheuen, flüchteten in den sicheren Hafen Europas: Die Schweiz mit ihren defensiv aufgestellten Unternehmen.
Die Schweizer Notenbank SNB beließ vor einer Woche den Leitzins unverändert bei null Prozent. Die Stärke des Schweizer Franken dämmt die Inflation ein, sie liegt bei den Eidgenossen lediglich bei null Komma sechs Prozent.
Drei maßgebliche Entwicklungen fielen mir auf: Zinsentscheidung der Fed, Öffnung der Straße von Hormus und die Quartalszahlen von Micron.
Micron legte am Mittwochabend Quartalszahlen vor, die mit großer Spannung erwartet worden waren. Die Aktie hatte sich in den vergangenen Monaten vervielfacht und entsprechend hoch waren die Erwartungen. Der Gewinn sprang auf fünfundzwanzig Komma elf Dollar je Aktie und somit um fünfundzwanzig Prozent höher als die hohen Markterwartungen. Damit wuchs der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um eintausendzweihundertfünfzehn Prozent. Die Gewinnmarge liegt bei einundachtzig Prozent – völlig untypisch hoch für Hardware-Hersteller.
Doch damit nicht genug: Auf absehbare Zeit werde die Gewinnmarge weiter ansteigen, so CEO Sanjay Mehrotra. Es werden neue Fertigungsanlagen gebaut, die vom ersten Spatenstich an bereits auf Jahre mit einer festen Auftragslage kalkulieren können. Der Engpass bei HBM-Speicherchips für KI-Rechenzentren scheint kein Ende zu finden. Die Aktie von Micron sprang daraufhin um fünfzehn Prozent an.
Sie zog alle anderen Hardware-Anbieter mit nach oben: Intel plus sechs Prozent, Corning plus siebzehn Prozent, Applied Materials plus acht Prozent, LAM Research plus sieben Prozent. Unsere PVA Tepla konnte den zu Beginn der Woche erlittenen Kursverlust von minus elf Prozent vollständig ausgleichen. Viele der Chip- und Chipmaschinen-Anbieter waren zum Beginn der Woche ausverkauft worden, nachdem SK Hynix und Samsung den südkoreanischen Aktienmarkt in die Knie zwangen.
SK Hynix nennt inzwischen einundsechzig Prozent des globalen Marktes für HBM-Speicher sein eigen, Samsung steht bei siebzehn Prozent und Micron bei den verbleibenden einundzwanzig Prozent. Die Preise für HBM-Speicher haben sich in den vergangenen neun Monaten vervierfacht. Die Aktien von SK Hynix und Samsung sind maßgeblich für die Kursrallye im südkoreanischen Aktienindex Kospi. Immerhin machen die beiden über fünfzig Prozent der Marktkapitalisierung des Kospi aus und so zog deren Ausverkauf um jeweils zwölf Prozent den Kospi um insgesamt zehn Prozent gen Süden. Grund für den Ausverkauf waren heiß gelaufene Bewertungsniveaus, die von der südkoreanischen Aufsichtsbehörde moniert wurden. Zu viele ETFs seien zu schnell zugelassen worden und hätten zu viele gehebelte Optionen nach sich gezogen, die dem Kospi seit Jahresbeginn einen Anstieg um fünfundneunzig Prozent bescherten.
Der Ausverkauf um zehn Prozent binnen eines Tages am Dienstag zog also ein Meer an roten Kursnotierungen in Deutschland und in den USA nach sich. Die Micron-Zahlen am Mittwoch führten zu entsprechenden Gegenbewegungen.
Diese Entwicklungen gelten umgekehrt für die Anbieter und Nutzer der KI-Infrastruktur, denn sie müssen die hohen Preise für die HBM-Speicher zahlen. Entsprechend gingen Amazon minus sieben Prozent, Microsoft minus neun Prozent, Meta minus sechs Prozent und Alphabet minus sieben Prozent in die Knie. Auch Nebius minus elf Prozent und CoreWeave minus sechzehn Prozent wurden gemeinsam mit den Hyperscalern in den Abgrund gerissen, denn sie zahlen die HBM-Speicher für ihre KI-Rechenzentren. Apple minus acht Prozent ist in diesem Umfeld ebenfalls ausverkauft worden, weil die drei oben genannten Speicher-Hersteller alle verfügbaren Kapazitäten für die teuren HBM-Speicher verwenden. Die Speicher, die Apple in Macs und iPads einbaut, sind dadurch ebenfalls rar und werden teurer. Apple hob diese Woche die Preise für alle Macs und iPads um siebzehn bis fünfundzwanzig Prozent an.
Der Ausverkauf bei den Hyperscalern wurde durch die Notenbanksitzung verstärkt. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh verkürzte das FOMC-Statement von dreihunderteinundvierzig auf nur noch hundertdreißig Wörter. Die langatmige Diskussion der aktuellen Konjunkturverfassung gibt es nun nicht mehr. Seiner Überzeugung nach müssen die Märkte sich selber eine Meinung über die Konjunkturverfassung bilden. Jede entsprechende Einschätzung des FOMC unterliegt den gleichen Ungewissheiten und kann sich später als falsch herausstellen, was sich negativ auf die Reputation der Fed auswirke. Daher lasse er das lieber weg. Er bildete entsprechende Kommissionen, um dieses Thema aufzuarbeiten.
Dennoch interpretierten die Finanzmarktteilnehmer die Aussagen dahingehend, dass bis Ende des Jahres noch ein bis zwei Zinsanhebungen anstünden. Ich sehe das anders, wie ich in Kapitel 4 darlegen werde. Doch Aktionäre stellen sich auf höhere Zinsen für längere Zeit ein und passen ihre Portfoliostruktur entsprechend an. So wurden die Hyperscaler, die einen hohen Kapitalbedarf zur Finanzierung ihrer KI-Rechenzentren haben, umso schwerer belastet.
Doch die Öffnung der Straße von Hormus macht gleichzeitig Hoffnung darauf, dass der Inflationsdruck vielleicht doch nicht so stark ausfallen wird, wie derzeit befürchtet. Niedrigere Energiepreise dürften der Öffnung der Straße von Hormus folgen. So gehören auch einige Aktien zu den Gewinnern dieser zwei Wochen, die eigentlich von niedrigeren Zinsen profitieren. Ich glaube, Anleger sind derzeit zwiegespalten über die tatsächlichen Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten.
Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –
Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –
Und nächste Woche gibt's die nächste Folge – bis dahin. –