Heibel-Ticker Podcast
Herzlich willkommen im Heibel-Ticker Podcast! Hier gibt Ihnen Stephan Heibel, erfahrener Börsenexperte und Herausgeber des beliebten Heibel-Ticker Börsenbriefs, fundierte Analysen und verständliche Einblicke in die Welt der Aktien, Börse und Aktienmärkte. Ob Quartalszahlen, aktuelle Marktbewegungen oder konkrete Investmentideen – Sie erfahren, was die Börse bewegt und wie Sie davon profitieren können. Ideal für Privatanleger, die ihr Wissen erweitern und fundierte Entscheidungen treffen möchten, um Ihr Portfolio noch weiter zu optimieren.
Heibel-Ticker Podcast
SpaceX IPO, KI-Rotation und Münchener Rück prägen die Börsenwoche
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In dieser Ausgabe des Heibel-Ticker Podcasts stehen die Themen im Mittelpunkt, die Anleger aktuell besonders bewegen. Stephan Heibel analysiert die Auswirkungen des geplanten SpaceX IPOs und erklärt, warum die zunehmende Kapitalaufnahme großer Technologieunternehmen eine Rotation an den Aktienmärkten auslösen könnte. Außerdem geht es um die jüngsten Inflationsdaten aus den USA, die Zinserwartungen der Märkte und die Bedeutung der Entwicklung im Nahen Osten für Ölpreis und Börsenstimmung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der KI-Branche. Während Apple mit seiner Entwicklerkonferenz und dem verspäteten Start von Siri AI für Diskussionen sorgt, investieren Unternehmen wie Oracle und Super Micro Milliardenbeträge in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur. Zudem beleuchtet die Ausgabe die Chancen bei Halbleiter- und Chipunternehmen sowie die Frage, welche Geschäftsmodelle langfristig von der KI-Revolution profitieren.
Abgerundet wird die Folge durch die Wunschanalyse der Münchener Rückversicherung, aktuelle Updates zu Boeing und Novo Nordisk sowie zahlreiche Leserfragen zu Bitcoin, Disney, Tata Motors und weiteren spannenden Börsenthemen.
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Moin aus Hamburg. –
Willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –
Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –
Für alle anderen – hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe. Mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –
Gelesen von einer KI-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –
Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –
So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –
Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –
Erstens – Info-Kicker: SpaceX I-P-O, Wunschanalyse Münchener Rück, Zinsspekulation und KI-Rotation.
Liebe Börsenfreunde,
zwei Dinge vorab: Eine Warnung und eine Urlaubsmeldung. –
Zunächst die Warnung: Der Bandenbetrug, der insbesondere online internationalisiert ist, wird immer schwerer zu durchschauen. Ein Heibel-Ticker-Mitglied hat viel Geld verloren. Er hat seinen Fall – unter verändertem Namen – publik gemacht. In einem Podcast mit dem Deutschlandfunk können Sie sich über diese Gefahr aus dem Netz informieren. –
Nun zur Urlaubsmeldung: Ihr Autor fliegt am Wochenende für zehn Tage in die Ju-Es-A. Nein, nicht zur Weltmeisterschaft. Ich hole meinen Sohn von seinem Auslandsjahr ab. Die ersten Tage werde ich in New York sein. Auch ein Termin an der Wall Street steht im Kalender. Ich werde daher nicht so zeitnah auf die Entwicklungen reagieren können, komme aber sicherlich mit neuen Einblicken in die amerikanische Finanzwelt zurück. –
Die abgelaufene Woche wurde dominiert durch Zinsspekulationen und KI-Finanzierungen. In Kapitel zwei setze ich die Entwicklungen ins rechte Licht. –
Die Stimmung der Anleger ist niedergeschlagen. Die Umfrage berücksichtigt jedoch die jüngsten Friedenshoffnungen noch nicht ausreichend. Dennoch lassen sich aus der aktuellen Stimmungslage wichtige Rückschlüsse auf die zu erwartende Richtung der kommenden Woche ableiten. Mehr dazu lesen Sie in Kapitel drei. –
Der heutige Ausblick beschäftigt sich nochmals intensiv mit dem Aktienmarkt, wie er sich nach dem I-P-O von SpaceX darstellt. Ich gehe dort auch näher auf die Äußerung Donald Trumps ein, ein Frieden im Iran stünde unmittelbar bevor. Mehr dazu lesen Sie in Kapitel vier. –
Diese Woche gab es eine Reihe von Updates. Ich habe alle in Kapitel fünf abgedruckt. Unter anderem kommentierte ich ausführlich die Apple W-W-D-C Entwicklerkonferenz und die Neuerungen, die von Siri A-I zu erwarten sind. Außerdem nahm ich im Vorfeld des SpaceX I-P-Os mehrmals Stellung dazu. Neuigkeiten gibt es zu Boeing und Novo Nordisk. –
Die Wunschanalyse dieser Woche gewann die Münchener Rückversicherung. Es handelt sich um einen Dividendenstar allerhöchster Güteklasse. Warum ich dennoch unsere Allianz vorziehe, lesen Sie in Kapitel sechs. –
Die Leserfragen dieser Woche decken ein breites Feld aktueller Diskussionsthemen an den Finanzmärkten ab. Ein Mitglied befragt mich zur Struktur eines gehebelten E-T-Ps, der in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich gut lief. Unsere Bundesregierung sowie auch die E-U wollen die Spekulationsfrist für den Bitcoin abschaffen. Haben der Goldpreiseinbruch sowie übrigens auch der Bitcoin-Preiseinbruch etwas mit dem I-P-O von SpaceX zu tun? Tata Motors möchte die italienische Iveco übernehmen. Wie sollten sich Anleger verhalten? Warum hat Disney Wachstumsprobleme? Und ist die Ankündigung Elon Musks von KI-Rechenzentren im Weltraum ernst gemeint? Alle Antworten darauf lesen Sie in Kapitel sieben. –
Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker-Portfolio in Kapitel acht. –
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre.
Take Share – Ihr Börsenschreibel,
Stephan Heibel,
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs. –
Zweitens – So tickt die Börse: Inflationsgespenst wird vertrieben, KI-Revolution rotiert weiter. –
Was für eine Woche. Am Montag enttäuschte Apple mit einem vagen Zeitplan für die lang ersehnte Einführung von KI-Funktionen im Apple-Universum. Am Mittwoch zeigte uns die Inflation ihre hässliche Fratze. Die Aktienmärkte notierten dann zwischenzeitlich bei bis zu minus drei Komma fünf Prozent. Am Donnerstagabend feierten die Märkte die mögliche Beendigung des Iran-Kriegs mit einem Kursfeuerwerk. Und dazwischen lieferte die KI-Revolution reichlich Stoff zum Nachdenken über die Frage, wie die KI-Rallye eigentlich finanziert wird. –
Beginnen wir mit den Inflationszahlen. Die Ju-Es-Verbraucherpreise stiegen im Mai um vier Komma zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das war der höchste Stand seit April zweitausenddreiundzwanzig. Die Alarmglocken schrillten. Mit einem Mal war nicht mehr die Rede von Zinssenkungen, sondern von Zinsanhebungen. Doch ist es wirklich so schlimm? –
Werfen wir einen Blick unter die Oberfläche. Der Großteil des Anstiegs geht auf einen Energiepreissprung zurück. Der Energiepreis sprang um dreiundzwanzig Komma fünf Prozent an. Die Kernrate der Inflation – also beispielsweise ohne Energie – stieg hingegen lediglich um zwei Komma neun Prozent im Jahresvergleich. Das war sogar weniger als erwartet. –
Die Inflation ist also ein Ölpreisphänomen, kein breites Preisproblem. Transportdienstleistungen gaben sogar um null Komma sechs Prozent nach. Das wird als Indiz dafür interpretiert, dass die hohen Energiekosten bislang nicht auf andere Bereiche durchschlagen. –
Genau hier setzt Donald Trump an, der diese Woche mit einer für seine Verhältnisse bemerkenswerten Aussage aufwartete. Er sagte, er liebe die Inflation. In einem Interview begründete er, dass sie verschwinden werde, sobald der Krieg vorbei sei. Nebenbei verriet er, die Ju-Es-A hätten heimlich Millionen Barrel Öl aus der Region geschafft, ohne dass der Iran davon wusste. –
Man mag über die Rhetorik den Kopf schütteln. Doch der ökonomische Kern der Aussage ist nicht falsch. Wenn die Inflation zu achtzig Prozent am Ölpreis hängt und der Ölpreis am Krieg, dann fällt sie tatsächlich wie ein Stein, sobald die Straße von Hormus wieder offen ist. –
Aber je länger der Konflikt dauert, desto eher fressen sich die Energiekosten doch noch in die Breite. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh wird daher vorerst stillhalten. –
Trump dominiert weiter das Börsengeschehen. Nachdem er gestern Abend geplante Angriffe auf den Iran absagte und ein Friedensabkommen als möglicherweise schon am Wochenende erreichbar bezeichnete, gab der Ölpreis nach und die Indizes schossen nach oben. –
Erfreulich für unser Heibel-Ticker-Portfolio: Boeing gehörte mit plus fünf Komma acht Prozent zu den größten Gewinnern im Dow Jones. Ein Kriegsende wäre für Boeing ein doppelter Befreiungsschlag: fallende Kerosinpreise und bestellfreudigere Airlines. Genau rechtzeitig vor dem für das zweite Halbjahr erwarteten Sprung in den positiven freien Cashflow. –
Oracle lieferte am Mittwoch Quartalszahlen, die vor zwei Jahren noch als Phantasterei abgetan worden wären. Der Umsatz stieg um einundzwanzig Prozent auf neunzehn Komma zwei Milliarden Ju-Es-Dollar. Das Cloud-Infrastrukturgeschäft wuchs um dreiundneunzig Prozent – in Worten: dreiundneunzig Prozent! – Und die vertraglich gesicherten Auftragsbestände, das sogenannte R-P-O, sprangen binnen eines Quartals um fünfundachtzig Milliarden auf sechshundertachtunddreißig Milliarden Ju-Es-Dollar. –
Doch all das reichte nicht aus, um der Aktie neuen Auftrieb zu geben. Oracle hob nämlich die geplanten Investitionen für das kommende Geschäftsjahr auf siebzig Milliarden Ju-Es-Dollar an – von bislang sechsundfünfzig Milliarden. Das sind zwanzig Milliarden Ju-Es-Dollar mehr, als der Markt bislang auf der Rechnung hatte. –
Finanziert wird das mit einer Kapitalaufnahme von vierzig Milliarden Ju-Es-Dollar, davon zwanzig Milliarden über die Ausgabe neuer Aktien. Der freie Cashflow lag im Geschäftsjahr zweitausendsechsundzwanzig bei minus dreiundzwanzig Komma sieben Milliarden Ju-Es-Dollar. Oracle wächst sich also in die Verschuldung hinein und verwässert die Aktionäre obendrein. Solange die Auftragsbücher schneller wachsen als die Schulden, geht die Rechnung auf. Aber der Grat wird schmaler. –
Super Micro zeigt, wie dieselbe Geschichte eine Etage tiefer aussieht. Der Serverbauer nimmt sieben Milliarden Ju-Es-Dollar über die Ausgabe neuer Aktien und weiterer Finanzierungsinstrumente ein, um Komponenten für Aufträge im Volumen von rund neununddreißig Milliarden Ju-Es-Dollar von über zwanzig Kunden zu beschaffen. –
Die Aktie quittierte das mit einem Minus von fast zwanzig Prozent. Anleger bezahlen eine solche Verwässerung heute, da die Marge frühestens im Jahr zweitausendsiebenundzwanzig kommt und mit einem zunehmend hohen Risikoabschlag abdiskontiert wird. –
Wer die Parallele zu meiner These sucht, die ich im Heibel-Ticker der vergangenen Woche formulierte, findet sie hier: Oracle zwanzig Milliarden, Super Micro sieben Milliarden, Alphabet zuvor knapp fünfundachtzig Milliarden – und heute kommt SpaceX mit dem größten Börsengang aller Zeiten an den Markt und sammelt rund fünfundsiebzig Milliarden Ju-Es-Dollar ein. –
Das Angebot an Aktien wächst rasant. Und dieses Geld muss irgendwoher kommen. Die Rotation, die ich vor einer Woche beschrieben habe, hat sich diese Woche fortgesetzt. –
Apple dominierte den Wochenauftakt mit der W-W-D-C, der Apple-Entwicklerkonferenz. Ein runderneuertes Siri wurde zwar gezeigt, doch es fehlte ein verbindliches Startdatum. Lediglich eine Beta-Version soll im Sommer kommen, und im Herbst soll Siri A-I dann zunächst in den Ju-Es-A starten. –
Die Aktie verlor von ihrem Intraday-Hoch bis Mittwoch acht Prozent, während gleichzeitig etliche Analysten ihre Kursziele anhoben. Siri A-I startet zunächst weder in der E-U noch in China – und damit nicht in zwei Märkten, die fünfunddreißig Prozent der iPhone-Auslieferungen ausmachen. –
Die Reaktion ist also zweigeteilt. Anleger sind enttäuscht über den langsamen Start von Apple A-I. Analysten haben hingegen gesehen, was Apple A-I können wird und wie Apple damit neue Einnahmequellen erschließen wird. Entsprechend hoben sie ihre Kursziele an. –
Ich nehme an, dass sich der Kurs nur langsam erholen wird. Der nächste Trigger kommt dann im September mit dem iPhone-Event unter dem designierten neuen C-E-O John Ternus. Die Einführung eines ersten Falt-iPhones parallel zum Freischalten der Apple A-I könnte dann auch die breite Anlegermasse in Euphorie versetzen. –
Die Rotation findet nicht nur von KI zu defensiven Aktien statt, sondern auch innerhalb der KI-Branche. Analysten hoben diese Woche die Schätzung für Halbleiterfertigungsanlagen im laufenden Jahr auf einhundertfünfundvierzig Milliarden Ju-Es-Dollar an – ein Plus von rund zweiunddreißig Prozent. Für zweitausendsiebenundzwanzig werden dann einhundertfünfundachtzig Milliarden Ju-Es-Dollar erwartet. –
Begrenzt werde das Wachstum nicht etwa durch die Nachfrage, sondern durch fehlende Reinraumkapazitäten. Entsprechend wurden die Kursziele angehoben: K-L-A von zweitausend auf zweitausendfünfhundert Ju-Es-Dollar, Applied Materials von fünfhundertfünfundsiebzig auf sechshundertfünfzig Ju-Es-Dollar und Lam Research von dreihundertzwanzig auf vierhundertfünfundzwanzig Ju-Es-Dollar. –
Wenn die Nachfrage das Angebot bis zweitausendachtundzwanzig übersteigt, verdienen die Ausrüster unabhängig davon, welcher Chiphersteller am Ende gewinnt. Die klassische Schaufelverkäufer-Position. –
Auch die C-P-U-Hersteller erhielten Rückenwind. Intel profitiert von der These, dass KI-Inferenz am Netzwerkrand klassische Prozessoren braucht. Und Arm Holdings wird von Analysten für seine Rechenzentrums-C-P-Us gefeiert. –
Die Lizenznachfrage der Hyperscaler für eigene Chipdesigns wird als nachhaltig, nicht zyklisch eingestuft. Broadcom und Marvell profitieren hier am stärksten. Wobei auch Alphabet inzwischen als Anbieter auftritt. –
Die KI-Story verbreitert sich von der KI-G-P-U auf das gesamte Chip-Ökosystem. –
Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelten. Hinweis: Heute werden Werte von vor Ju-Es-Börseneröffnung genommen, da ich früher schreiben muss … bin gleich unterwegs. Es sind also keine Wochenschlusskurse. –
Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –
Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –
Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge – bis dahin. –