Heibel-Ticker Podcast

Microsoft vor Richtungsentscheidung KI-Rallye erreicht Software

Stephan Heibel Season 2026 Episode 22

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In dieser Ausgabe des Heibel-Ticker Podcasts stehen die aktuellen Entwicklungen an den internationalen Aktienmärkten sowie die Wunschanalyse zu Microsoft im Mittelpunkt. Während die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten wächst und die Energiepreise deutlich nachgeben, sorgen hohe Zinsen weiterhin für Unsicherheit. Gleichzeitig gewinnt die KI-Revolution an Dynamik und erreicht zunehmend die Softwarebranche.

Besondere Aufmerksamkeit erhält Snowflake. Das Unternehmen zeigt erstmals eindrucksvoll, wie künstliche Intelligenz nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich eingesetzt werden kann. Die starke Kursreaktion liefert wichtige Hinweise darauf, welche Geschäftsmodelle künftig von der KI-Welle profitieren könnten. Davon profitieren auch andere Softwareunternehmen wie Microsoft, Salesforce, Adobe und SAP.

Darüber hinaus geht es um die aktuelle Lage an den Kapitalmärkten, die Entwicklung von Öl, Gold und Bitcoin sowie die Auswirkungen der geopolitischen Ereignisse auf Konjunktur und Börsenstimmung. Im Ausblick wird außerdem diskutiert, welche Rolle Microsoft künftig im Heibel-Ticker-Portfolio spielen könnte. Ergänzt wird die Ausgabe durch eine Einschätzung zum französischen Call-Center-Spezialisten Teleperformance sowie die aktuelle Übersicht zum Heibel-Ticker-Portfolio.

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Moin aus Hamburg. –

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Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –

Für alle anderen: Hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe – mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –

Gelesen von einer KI-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –

Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –

So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –

Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –

Erstens – Info-Kicker: Wenn der Wind dreht ...

Liebe Börsenfreunde,

Schwerpunkt der heutigen Ausgabe ist die Wunschanalyse zu Microsoft in Kapitel fünf. Als Apple-Jünger habe ich Microsoft stets wenig Beachtung geschenkt. Zu wenig? …

Nun, die Wunschanalyse zeigt die exorbitanten Chancen von Mister Softie, wie das Unternehmen auf dem Parkett gerne genannt wird, genauso deutlich auf wie die Risiken, mit denen CEO Satya Nadella derzeit zu kämpfen hat.

Ich finde die Aktie mega-spannend – zumal schon in den kommenden Tagen über die Zukunft des Konzerns entschieden werden kann.

Der Wochenrückblick zeigt die verschiedenen Entwicklungen an den Aktienmärkten auf: Hoffnung bezüglich Iran, Jubel bezüglich KI und Drama bezüglich Konjunktur.

Die unterschiedlichen Entwicklungen versuche ich in Kapitel zwei in ein passendes Bild zu setzen.

Die Sentiment-Analyse gibt heute für den DAX keine besonders tolle Prognose aus, also halten wir es kurz.

Dafür jedoch gibt es deutliche Signale am Goldmarkt, am Ölmarkt und auch für den Bitcoin.

Lesen Sie meine Einschätzungen dazu in Kapitel drei.

Der heutige Ausblick beschäftigt sich mit unserem Portfolio und der Frage, ob oder wie der Kandidat der Wunschanalyse in unser Portfolio passen könnte.

Verpassen Sie also nicht Kapitel vier.

Im Videocall vor zehn Tagen hatte ich mich überrascht von den guten Bilanzkennziffern des französischen Call-Center-Betreibers Teleperformance gezeigt.

Seither gab das Unternehmen eine große Unternehmensanleihe aus – und die Aktie fiel noch weiter.

Anlässlich einer Leserfrage habe ich mir die Aktie nun, wie im Videocall versprochen, näher angeschaut.

Meine Einschätzung lesen Sie in Kapitel sechs.

Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker-Portfolio in Kapitel sieben.

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre.

Heibel.

Take Share – Ihr Börsenschreibel.

Stephan Heibel.

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs.

Zweitens – So tickt die Börse: Entspannung, sinkende Energiepreise, neue KI-Phantasie

Der Iran-Krieg ist noch nicht beendet, aber die Hoffnung auf einen baldigen Frieden wächst.

Der Ukraine-Krieg ist noch nicht beendet, aber die Position der Ukraine wird stärker.

Die Angst vor einem Energiepreisschock wird kleiner – und die Hoffnung auf neue Gewinntreiber der KI-Revolution wächst.

Konkret: Brent-Öl ging diese Woche um elf Prozent auf nur noch zweiundneunzig Ju-Es-Dollar pro Fass zurück.

Und mit Snowflake zeigte ein erstes Software-Unternehmen, wie die KI lukrativ genutzt werden kann.

Die Aktie springt in zwei Tagen um fünfundsiebzig Prozent an.

Die Situation im Nahen Osten kennen Sie:

Die Straße von Hormus ist blockiert.

Seitens der Ju-Es-Verhandler ist zu hören, dass sich der Iran bereit erklärt habe, den verminten Seeweg in den kommenden dreißig Tagen zu räumen und freizugeben.

Eine Bestätigung aus dem Iran steht noch aus.

Über die Lösung in Sachen angereichertes Uran gibt es keine Information.

Und auch Donald Trump bat um einige Tage Bedenkzeit, um den Vorschlag zu prüfen.

Hmm ... alles sehr ungewiss, wenn Sie mich fragen.

Ich schaue bei solchen Entwicklungen inzwischen gerne auf die Rendite der dreißig Jahre laufenden Ju-Es-Staatsanleihen.

Ups ...

Die war vor wenigen Tagen erstmals seit dem Inflationsschub vor zwei Jahren wieder über fünf Prozent geklettert.

Die Fünf-Prozent-Hürde gilt als wichtig, da Investitionen für viele Unternehmen zu höheren Finanzierungskosten zu teuer werden.

Und Donald Trump kann nichts weniger gebrauchen als eine zurückhaltende Ju-Es-Wirtschaft.

Sind die Verhandlungserfolge also erfunden?

Wir werden es wohl nie erfahren.

Aber wenn die hohen Zinsen nicht wären, dürften die Ju-Es-Amerikaner recht zufrieden mit dem Iran-Krieg sein.

Es sterben keine Soldaten – und das Ju-Es-Öl und Ju-Es-Gas kann teuer in die ganze Welt verkauft werden.

Immer wieder kommen Kassandras aus der Versenkung und warnen vor einem unmittelbar bevorstehenden, sprunghaften Anstieg der Energiepreise, weil die Lager auf dem niedrigsten Stand seit ... seien.

Ich fürchte, man gewöhnt sich so langsam an diesen Zustand.

Diese Woche legten einige Einzelhändler Zahlen vor, die überwiegend bestätigten, dass der Ju-Es-Konsument robust, aber nicht expansiv unterwegs ist.

Robust, weil der Umsatz bei günstigen Anbietern über den Erwartungen lag.

Nicht expansiv, weil die Anbieter teurer Markenartikel große Probleme haben.

Ich wies bereits vor einer Woche auf diese Entwicklung hin, da unser Einzelhändler aus dem Heibel-Ticker-Portfolio sehr gute Zahlen vorlegte.

Snowflake ändert das KI-Narrativ

Während in vielen Branchen punktuell Erfolge erzielt wurden, weitete sich die KI-Rallye aus.

Snowflake ist ein Anbieter von Datenauswertungen.

Wenn ich also in der Wunschanalyse zu Microsoft auf den alten Spruch „Shit in – Shit out“ hingewiesen habe, so kümmert sich Snowflake darum, dass es keinen „Shit in“ gibt.

Dass also Unternehmensdaten sorgfältig aufbereitet werden.

Die Q-Zahlen von Snowflake zeigten nun den goldenen Gral der Software-Unternehmen:

Kunden investieren wieder verstärkt in die Qualität ihrer Unternehmensdaten.

Das Datengeschäft von Snowflake zeigte einen nicht erwarteten Umsatzanstieg.

Gleichzeitig springt bei Snowflake die Nutzung von KI-Auswertungen für die Datenbasis an.

Insgesamt wächst der Umsatz mit dreiunddreißig Prozent.

Die Unternehmensprognose für das laufende Jahr wurde angehoben.

Gleichzeitig wurde auch die erwartete Gewinnmarge von zwölf Komma fünf Prozent auf dreizehn Komma fünf Prozent angehoben.

Schnelleres Wachstum, das nicht teuer erkauft werden muss, sondern parallel zu einem Anstieg der Gewinnmarge führt.

Damit wurden Anleger auf dem falschen Fuß erwischt.

Ähnlich der Microsoft-Aktie – siehe Wunschanalyse – wurde Snowflake in den vergangenen sechs Monaten ausverkauft.

Nun wurde der Kursrückgang an einem Tag fast vollständig ausgeglichen.

Ich denke, das liegt auch daran, dass die Aktionäre langsam in der Lage sind, die KI-Geschäftsmodelle zu verstehen.

Vor einem Jahr konnte noch kaum jemand etwas mit der Abrechnung nach Tokens anfangen.

Inzwischen gehört das zum normalen Besteck.

Zudem bietet Snowflake zwei KIs an, deren unterschiedliche Ausrichtung die meisten Anwender inzwischen verstehen.

Tschätt-Dschi-Pi-Ti und Codex – oder Claude Opus und Claude Code.

Bei Snowflake heißt das nun Snowflake Intelligence und Cortex Code.

Das Management kann mit Snowflake Intelligence schnell verlässliche Aussagen aus der Datenbank herausziehen.

Die IT-Abteilungen können mit Cortex Code komplexere Auswertungen und wiederkehrende Aufgaben erstellen.

Und nun bietet Snowflake einen Doppelwumms.

Durch die stärkere Nutzung der KI wächst nicht nur der Verbrauch der abzurechnenden Tokens.

Zusätzlich steigt auch die Nutzung der auf der Snowflake-Plattform zur Verfügung gestellten Unternehmensdaten – die ebenfalls nach Nutzung abgerechnet werden.

Dabei ist Snowflake betont modelloffen.

Es kann jede KI genutzt werden.

CEO Sridhar Ramaswamy stellte jedoch in den Vordergrund, dass die KI-Modelle von OpenAI und Anthropic führend seien.

Snowflake konnte sich also die Entwicklung teurer KI-Modelle sparen und nutzt nur das, was zurzeit führend ist ...

... und stellt deren Nutzung seinen Kunden in Rechnung.

Das Geschäftsmodell ist so erfolgreich, dass Snowflake einen Mietvertrag mit der Amazon Cloud A-W-S abschloss.

Über sechs Milliarden Ju-Es-Dollar – verteilt auf fünf Jahre.

Anleger jubeln also eine Aktie um fünfundsiebzig Prozent nach oben, die gerade sechs Milliarden Ju-Es-Dollar für KI-Rechenkapazität ausgegeben hat.

Weil dieses Unternehmen glaubhaft zeigen konnte, dass zusätzliche Rechenleistung lukrativ genutzt wird.

Ein Schwungrad, das sich automatisch selbst beschleunigt.

Muss ich nach dieser Story noch erwähnen, dass auch Salesforce, Adobe, Palo Alto, Microsoft und sogar SAP Aufwind bekamen?

Snowflake hat gezeigt, welche Gewinndynamik, welches Schwungrad für Software-as-a-Service-Unternehmen in Gang gesetzt werden kann, wenn sie das richtige KI-Produkt haben.

Die KI-Rallye sprang also von Nvidia über die Hyperscaler zu den Chipherstellern.

Folgt nun die nächste Welle, die durch Software-Unternehmen angeführt wird?

Wir werden Mitte nächster Woche mehr wissen – wie ich in der Microsoft-Wunschanalyse zeige.

Das heißt aber nicht, dass die Anbieter von Rechenzentren nicht mehr gefragt sind.

Dell springt nach einer fulminanten Rallye im Vorfeld der Q-Zahlen heute nochmals um dreißig Prozent an.

Erwartungen um dreiunddreißig Prozent übertroffen.

Jahresprognose kräftig angehoben.

Schade, dass wir diese Aktie mit moderatem Gewinn zu früh verkauften.

Aber so ist das in einem diversifizierten Portfolio.

Wir müssen uns auf einige wenige Positionen beschränken und können daher nicht alles haben.

Insgesamt läuft unser Portfolio auch ohne Dell überaus erfreulich.

Trotzdem sehen wir nur moderate Entwicklungen der Indizes.

DAX plus null Komma neun Prozent.

Ess-Pi fünfhundert plus eins Komma drei Prozent im Wochenvergleich.

Den Kursgewinnern stehen eben auch viele Verlierer gegenüber.

Diejenigen, die unter den hohen Energiepreisen leiden.

Die Finanzbranche leidet derzeit ebenfalls.

Und Luxus findet keine Abnehmer mehr.

In Japan sitzen viele Zulieferer der KI-Revolution.

Außerdem normalisiert sich dort derzeit das fünfunddreißig Jahre niedrige Zinsniveau auf ein verträgliches Niveau.

Der Nikkei konnte so um vier Komma sieben Prozent anspringen und führt die Liste der Landesindizes mit einunddreißig Komma acht Prozent seit Jahresbeginn an.

All das im Vorfeld eines eventuellen Friedens im Iran.

Was wird passieren, wenn die Tinte unter einem Friedensvertrag trocken ist?

Schießen die Aktienmärkte dann erst richtig in die Höhe?

Oder folgt der überfällige Ausverkauf der hochgelaufenen Buchgewinne in den Anlegerdepots?

Ich schaue mir das in Kapitel vier näher an.

Starke Kursausschläge unter der Haube

Sie glauben gar nicht, wie schwer es mir derzeit fällt, Ihnen hier ein passendes Bild vom Wochengeschehen zu vermitteln.

Die Ereignisse prasseln nur so auf mich ein.

Und ich habe kaum die Zeit, das Ganze für Sie aufzuarbeiten.

Ich könnte gut und gerne eine Nacherzählung der Ereignisse in der zehnfachen Länge dieses Kapitels ausarbeiten.

Das ginge im Zweifel sogar schneller als das Ausarbeiten dieser Zusammenfassung.

Aber ich denke, die Einzelmeldungen werden Sie sicherlich über Ihre Informationskanäle gesehen haben.

Hier füge ich die Dinge nur anhand einzelner Beispiele zu einem passenden Bild zusammen.

Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –

Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt D E. –

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –

Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge – bis dahin. –