Heibel-Ticker Podcast

Quartalszahlen stabilisieren Märkte trotz Energiekrise und KI-Zweifel

Stephan Heibel Season 2026 Episode 18

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Die Börsenwoche steht im Spannungsfeld zwischen steigenden Energiepreisen, geopolitischen Risiken und wachsender Unsicherheit im KI-Sektor. Während der Iran-Konflikt die Rohstoffmärkte bewegt und insbesondere Öl- und Gaspreise deutlich anzieht, zeigen sich gleichzeitig erste Risse in der Wachstumserzählung rund um KI-Unternehmen wie OpenAI. Dennoch sorgen zahlreiche Quartalsberichte großer Konzerne für Stabilisierung an den Aktienmärkten.

Im Fokus stehen die Ergebnisse der US-Hyperscaler Alphabet, Amazon, Microsoft und Meta, deren Zahlen zwar stark ausfallen, jedoch unterschiedlich von Anlegern bewertet werden. Besonders hohe Investitionen und steigende Erwartungen prägen die Kursreaktionen. Parallel dazu werfen Unternehmen wie BASF, Airbus oder Novartis ein Schlaglicht auf die Herausforderungen der Industrie in einem Umfeld hoher Kosten und globaler Unsicherheiten.

Ergänzt wird die Analyse durch einen Blick auf Marktstimmung, Kapitalströme zwischen Industrie- und KI-Aktien sowie konkrete Einschätzungen zu zahlreichen Einzeltiteln aus den Leserfragen. Auch strategische Überlegungen zur Portfolioanpassung für den kommenden Sommer werden thematisiert.

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Moin aus Hamburg … –

Willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –

Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –

Für alle anderen … hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe. Mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –

Gelesen von einer KI-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –

Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –

So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –

Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –

– eins. Info-Kicker … Quartalsberichte retten die Börsenwoche –

Liebe Börsenfreunde …

Hohe Energiepreise belasten die Industrie … gleichzeitig kommen Zweifel am Wachstum von KI-Protagonist OpenAI auf. –

Zum Ende der Woche häufen sich die Quartalszahlen, sodass ein Teil des unterwöchig verlorenen Terrains wieder gut gemacht werden konnte. –

Die Details dazu lesen Sie in Kapitel zwei. –

Zocker sind am Werk … dennoch bleibt die Stimmung neutral. –

Was dies für die Aktienmarktentwicklung der kommenden Tage und Wochen bedeutet, interpretiere ich für Sie in Kapitel drei … in der Sentiment-Analyse. –

Wir steuern auf einen spannenden Sommer zu … und ich werde unser Portfolio in den kommenden Tagen entsprechend vorbereiten. –

In Kapitel vier zeige ich, welche Positionen ich verkleinern würde. –

Diese Woche gab es keine Updates … daher geht’s direkt in die Leserfragen in Kapitel fünf. –

Zu den folgenden Aktien werde ich befragt: Rational als Dividendenaktie … Iqvia als KI-Profiteur … Nynomic nach plus zweihundert Prozent in vier Wochen … Adtran Networks als Anbieter von Glasfasernetzen für die KI-Infrastruktur … Coterra und Exxon als Kriegs-Absicherung … Airbus und ThyssenKrupp als Industrie-Spekulation. –

Zu Airbus habe ich heute anlässlich der Quartalszahlen in Kapitel zwei nochmals ausführlich Stellung bezogen … die Leserfrage hatte ich schon vorher beantwortet. –

Freeport McMoRan als Kupferwert … CrowdStrike und Micron als KI-Profiteure. –

Außerdem wurde ich zum Börsengang von SpaceX befragt … welches Kapital dafür abgezogen werden könnte. –

Ich habe mich mit der Margin of Safety nach Benjamin Graham beschäftigt … und festgestellt, dass ich die in einer wesentlich ausgefeilteren Version schon lange berücksichtige. –

Zuletzt werde ich noch nach erneuerbaren Energien in diesem geopolitischen Umfeld befragt. –

Elf Leserfragen … da blieb nicht mehr viel Zeit für anderes. –

Ich hoffe, da ist auch für Sie das eine oder andere Interessante dabei. –

Schließlich gab es eine interessante Rückmeldung zu Kai … meiner KI für Finanzen. –

Ich habe sie in Kapitel sechs abgedruckt. –

Wie immer gibt es den tabellarischen Überblick über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel sieben. –

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre …

take share … Ihr Börsenschreibel …

Stephan Heibel …

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs …

– zwei. So tickt die Börse … Alternativen versus Alternativlosigkeit –

Egal ob in der KI-Revolution oder bei der Energieversorgung … derzeit sehen wir, wer sich auf schwere Zeiten vorbereitet hat. –

„When the going gets tough, the tough get going“ … heißt es in den Ju-Es-A. –

Sinngemäß: Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für gute Leute. –

Mit Erstaunen las ich, dass die Flüssiggasimporte in China zurückgehen … nicht weil weniger durch die Straße von Hormus nach China geliefert wird … sondern – und das ist die Überraschung – weil China weniger nachfragt. –

Es kommt noch besser … im März wurden in China sogar acht bis zehn L-N-G-Schiffe entladen … und dann auf ein anderes Schiff geladen … um das L-N-G anderswohin zu liefern … zum Beispiel nach Japan. –

China hat Alternativen. –

Wenn der Flüssiggaspreis zu teuer ist, nutzt man eben Pipeline-Gas aus Russland … fährt die heimische Produktion hoch … oder stellt auf andere Energieträger um. –

Die Energiewende läuft in China erfolgreich nach marktwirtschaftlichen Regeln. –

Der Weltmarktpreis für Flüssiggas stieg durch den Iran-Krieg von dreißig auf siebzig Ju-Es-Dollar pro M-M-B-T-U … also pro Million British Thermal Units … um in den Tagen der Friedenshoffnung unter vierzig Ju-Es-Dollar zurückzufallen. –

Aktuell steht der Preis noch immer fünfzig Prozent höher als vor Kriegsbeginn … bei sechsundvierzig Komma drei fünf Ju-Es-Dollar. –

Zum Vergleich: In den Ju-Es-A ist das Flüssiggas derzeit auf dem niedrigsten Stand seit zweitausendvierundzwanzig. –

Für Deutschland gilt der Weltmarktpreis. –

In der Presse wird gejubelt … denn Deutschland kann ausreichend Flüssiggas kaufen … um unsere Speicher schneller aufzufüllen als noch vor zwei Monaten befürchtet. –

Der Preis spielt in der inzwischen kommunistisch anmutenden sozialen Marktwirtschaft in Deutschland offensichtlich keine Rolle. –

Gas ist für uns inzwischen alternativlos … entsprechend jubeln wir, wenn wir etwas bekommen. –

Beim Öl ist der internationale Handel reger … daher sind regionale Preisunterschiede kleiner. –

Der Weltmarktpreis für Öl springt diese Woche um zehn Prozent auf einhundertfünfzehn Ju-Es-Dollar pro Fass Brent-Öl. –

In den Ju-Es-A ist das Öl mit einhundertfünf Ju-Es-Dollar pro Fass W-T-I-Öl nur geringfügig günstiger. –

Ein Umstand, der sich deutlich an der Zapfsäule zeigt … in einem Land, in dem man selbst zum Briefkasten mit dem Auto fährt. –

Kurze Angebotsschocks kann die Weltwirtschaft mit einigen Wochen Verzögerung kompensieren. –

Wenn der Iran jedoch mittelfristig vom Netz genommen wird … wie es die aktuelle Seeblockade durch die Ju-Es-A zur Folge hat … dann finden kurzfristige Anpassungskosten Eingang in die langfristige Unternehmensplanung … und beeinträchtigen den Gewinn nachhaltig. –

Die Aktienmärkte … die derzeit noch von einer vorübergehenden Störung ausgehen … würden dann eine Neubewertung vornehmen. –

Der Druck auf Ju-Es-Präsident Trump steigt also. –

Zum einen meckern die heimischen Autofahrer … zum anderen droht – je länger der Iran-Krieg zur Hängepartie wird – eine Korrektur am Aktienmarkt. –

Die Zwischenwahlen im November würden in einem solchen Fall zum Debakel für Trump. –

Immer mehr Berichte sprechen zudem von Gegenwind aus der eigenen Partei. –

Trump lässt verlauten … der Iran sei quasi führungslos … und suche nach einer neuen Machtstruktur. –

Die Seeblockade treffe den Iran hart … dem Land gehe das Geld sehr schnell aus. –

Auf der anderen Seite wird berichtet … Iraner würden Abschussrampen wieder ausgraben … und sich auf eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen vorbereiten … sofern die Ju-Es-A den Waffenstillstand beenden. –

Diese unterschiedlichen Sichtweisen gipfeln in einer indirekten Konfrontation zwischen Merz und Trump. –

Was Trump als „führungslos“ bezeichnet … sieht unser Bundeskanzler als „geschickte Verhandlungsstrategie“ des Irans. –

Vielleicht klingt bei Kanzler Merz mehr Unmut als Wissen mit … denn diese Woche veröffentlichte B-A-S-F Quartalszahlen … die Grund zur Sorge geben. –

Der Umsatz schrumpft um drei Prozent … der Gewinn sogar um sechs Prozent. –

Die Verkaufsmengen sind konstant … im internationalen Preiswettbewerb kann B-A-S-F mit den heimischen Kosten jedoch nicht bestehen. –

Es bleibt dabei: Das erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit. –

Für uns bleibt die Erkenntnis … dass der Aktienmarkt in diesem Sommer auf eine Korrektur zuläuft … sofern der Iran-Krieg nicht rechtzeitig beendet wird … und die Straße von Hormus nicht rechtzeitig geöffnet wird. –

Und „rechtzeitig“ rückt immer näher … die Zeit läuft ab. –

Wie vor einer Woche ausgeführt … haben wir es weiterhin mit zwei unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklungen zu tun. –

Während die Industrie stark von den Energiepreisen abhängt … befindet sich die KI-Revolution mitten in einem disruptiven Wachstum. –

Verbunden sind beide Bereiche über den Aktienmarkt. –

Des einen Leid ist des anderen Freud … Kapital wechselt je nach Stimmungslage zwischen diesen Bereichen. –

Diese Woche machte ein Bericht des Wall Street Journal die Runde … demzufolge OpenAI im April die eigenen Wachstumsziele verfehlt habe. –

Umgehend wurde der gesamte KI-Komplex ausverkauft. –

Vom Chip-Design … über die Chip-Fertigung … bis hin zu Lohnfertigern … sowie Anbietern von KI-G-P-U’s und C-P-U’s … und KI-Speicher. –

Alles wurde verkauft … weil der Anbieter eines der führenden KI-Modelle einen Schluckauf hat. –

Das setzte sich fort bei Rechenzentren … und deren Energieversorgern. –

All diese Aktien standen zu Wochenbeginn unter Druck. –

Kapital, das nicht in Industrieaktien wechselte … suchte sich KI-Verlierer … und setzte auf eine Erholung. –

Salesforce … S-A-P … ServiceNow … Palo Alto und Adobe legten gegen den Trend zu. –

All das kulminierte gestern in der Veröffentlichung der Quartalszahlen von vier Hyperscalern an einem Tag … Alphabet … Amazon … Microsoft und Meta. –

Alle Zahlen waren stark … doch das reicht inzwischen nicht mehr für weiter steigende Kurse. –

Alphabet überzeugte mit dreiundsechzig Prozent Cloud-Wachstum … die Aktie legt um acht Prozent zu. –

Gemini mag im Wettbewerb zurückliegen … punktet aber mit Integration in die Google Cloud … und mit einem eigenen KI-Chip in Zusammenarbeit mit Broadcom. –

Amazon meldet achtundzwanzig Prozent Wachstum in der A-W-S-Cloud. –

Auch hier zahlen sich Investitionen aus … inklusive eigenem KI-Chip zur Kostenkontrolle. –

Die Aktie steigt um dreieinhalb Prozent. –

Microsoft meldet vierzig Prozent Wachstum bei Azure. –

Doch Copilot enttäuscht in der Anwendung. –

Die Nutzung bleibt hinter den Erwartungen zurück … die Aktie fällt um ein Prozent. –

Am schwächsten entwickelt sich Meta. –

Die Aktie verliert zehn Prozent. –

Trotz starker Zahlen … steigt die Investitionsprognose für zweitausendsechsundzwanzig auf einhundertfünfundzwanzig bis einhundertfünfundvierzig Milliarden Ju-Es-Dollar. –

Meta investiert schneller … als die Erträge realisiert werden können. –

Das sorgt für Skepsis bei Anlegern. –

Neben den Hyperscalern legten auch Visa und Coca-Cola Zahlen vor. –

Visa steigert den Umsatz um siebzehn Prozent … Coca-Cola um zwölf Prozent … und hebt die Gewinnprognose an. –

Die höheren Energiepreise scheinen beim Konsumenten noch nicht angekommen zu sein. –

In Europa meldet Novartis einen Gewinnrückgang von zwölf Prozent … unter anderem durch Preisdruck bei Generika. –

Airbus liefert im ersten Quartal einhundertvierzehn Flugzeuge aus … bei einem Umsatz von zwölf Komma sieben Milliarden Euro … und einem bereinigten E-B-I-T von null Komma drei Milliarden Euro. –

Lieferketten bleiben der Engpass. –

Bis Ende zweitausendsiebenundzwanzig sollen monatlich zweiundsiebzig Flugzeuge produziert werden. –

TotalEnergies profitiert von hohen Energiepreisen … B-N-P Paribas punktet im klassischen Bankgeschäft. –

Heute früh brach der DAX zunächst ein … minus ein Prozent zum Start. –

Der Ölpreis war zwischenzeitlich über einhundertsechsundzwanzig Ju-Es-Dollar gestiegen. –

Berichte über eine mögliche Eskalation des Iran-Kriegs belasteten. –

Hilfe kam aus Japan. –

Die Bank of Japan stellte Unterstützung in Aussicht … sollte der Yen unter Druck geraten. –

Der Nikkei zog an … der Ölpreis fiel … und der DAX drehte ins Plus. –

Aus minus ein Prozent wurde plus ein Prozent. –

Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –

Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben … freue ich mich über Ihre Nachricht. –

Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge … bis dahin. –