Moin aus Hamburg … –
Willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –
Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –
Für alle anderen … hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe. Mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –
Gelesen von einer KI-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –
Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –
So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –
Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –
– eins. Info-Kicker … Quartalsberichte retten die Börsenwoche –
Liebe Börsenfreunde …
Hohe Energiepreise belasten die Industrie … gleichzeitig kommen Zweifel am Wachstum von KI-Protagonist OpenAI auf. –
Zum Ende der Woche häufen sich die Quartalszahlen, sodass ein Teil des unterwöchig verlorenen Terrains wieder gut gemacht werden konnte. –
Die Details dazu lesen Sie in Kapitel zwei. –
Zocker sind am Werk … dennoch bleibt die Stimmung neutral. –
Was dies für die Aktienmarktentwicklung der kommenden Tage und Wochen bedeutet, interpretiere ich für Sie in Kapitel drei … in der Sentiment-Analyse. –
Wir steuern auf einen spannenden Sommer zu … und ich werde unser Portfolio in den kommenden Tagen entsprechend vorbereiten. –
In Kapitel vier zeige ich, welche Positionen ich verkleinern würde. –
Diese Woche gab es keine Updates … daher geht’s direkt in die Leserfragen in Kapitel fünf. –
Zu den folgenden Aktien werde ich befragt: Rational als Dividendenaktie … Iqvia als KI-Profiteur … Nynomic nach plus zweihundert Prozent in vier Wochen … Adtran Networks als Anbieter von Glasfasernetzen für die KI-Infrastruktur … Coterra und Exxon als Kriegs-Absicherung … Airbus und ThyssenKrupp als Industrie-Spekulation. –
Zu Airbus habe ich heute anlässlich der Quartalszahlen in Kapitel zwei nochmals ausführlich Stellung bezogen … die Leserfrage hatte ich schon vorher beantwortet. –
Freeport McMoRan als Kupferwert … CrowdStrike und Micron als KI-Profiteure. –
Außerdem wurde ich zum Börsengang von SpaceX befragt … welches Kapital dafür abgezogen werden könnte. –
Ich habe mich mit der Margin of Safety nach Benjamin Graham beschäftigt … und festgestellt, dass ich die in einer wesentlich ausgefeilteren Version schon lange berücksichtige. –
Zuletzt werde ich noch nach erneuerbaren Energien in diesem geopolitischen Umfeld befragt. –
Elf Leserfragen … da blieb nicht mehr viel Zeit für anderes. –
Ich hoffe, da ist auch für Sie das eine oder andere Interessante dabei. –
Schließlich gab es eine interessante Rückmeldung zu Kai … meiner KI für Finanzen. –
Ich habe sie in Kapitel sechs abgedruckt. –
Wie immer gibt es den tabellarischen Überblick über unser Heibel-Ticker Portfolio in Kapitel sieben. –
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre …
take share … Ihr Börsenschreibel …
Stephan Heibel …
Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs …
– zwei. So tickt die Börse … Alternativen versus Alternativlosigkeit –
Egal ob in der KI-Revolution oder bei der Energieversorgung … derzeit sehen wir, wer sich auf schwere Zeiten vorbereitet hat. –
„When the going gets tough, the tough get going“ … heißt es in den Ju-Es-A. –
Sinngemäß: Schlechte Zeiten sind gute Zeiten für gute Leute. –
Mit Erstaunen las ich, dass die Flüssiggasimporte in China zurückgehen … nicht weil weniger durch die Straße von Hormus nach China geliefert wird … sondern – und das ist die Überraschung – weil China weniger nachfragt. –
Es kommt noch besser … im März wurden in China sogar acht bis zehn L-N-G-Schiffe entladen … und dann auf ein anderes Schiff geladen … um das L-N-G anderswohin zu liefern … zum Beispiel nach Japan. –
China hat Alternativen. –
Wenn der Flüssiggaspreis zu teuer ist, nutzt man eben Pipeline-Gas aus Russland … fährt die heimische Produktion hoch … oder stellt auf andere Energieträger um. –
Die Energiewende läuft in China erfolgreich nach marktwirtschaftlichen Regeln. –
Der Weltmarktpreis für Flüssiggas stieg durch den Iran-Krieg von dreißig auf siebzig Ju-Es-Dollar pro M-M-B-T-U … also pro Million British Thermal Units … um in den Tagen der Friedenshoffnung unter vierzig Ju-Es-Dollar zurückzufallen. –
Aktuell steht der Preis noch immer fünfzig Prozent höher als vor Kriegsbeginn … bei sechsundvierzig Komma drei fünf Ju-Es-Dollar. –
Zum Vergleich: In den Ju-Es-A ist das Flüssiggas derzeit auf dem niedrigsten Stand seit zweitausendvierundzwanzig. –
Für Deutschland gilt der Weltmarktpreis. –
In der Presse wird gejubelt … denn Deutschland kann ausreichend Flüssiggas kaufen … um unsere Speicher schneller aufzufüllen als noch vor zwei Monaten befürchtet. –
Der Preis spielt in der inzwischen kommunistisch anmutenden sozialen Marktwirtschaft in Deutschland offensichtlich keine Rolle. –
Gas ist für uns inzwischen alternativlos … entsprechend jubeln wir, wenn wir etwas bekommen. –
Beim Öl ist der internationale Handel reger … daher sind regionale Preisunterschiede kleiner. –
Der Weltmarktpreis für Öl springt diese Woche um zehn Prozent auf einhundertfünfzehn Ju-Es-Dollar pro Fass Brent-Öl. –
In den Ju-Es-A ist das Öl mit einhundertfünf Ju-Es-Dollar pro Fass W-T-I-Öl nur geringfügig günstiger. –
Ein Umstand, der sich deutlich an der Zapfsäule zeigt … in einem Land, in dem man selbst zum Briefkasten mit dem Auto fährt. –
Kurze Angebotsschocks kann die Weltwirtschaft mit einigen Wochen Verzögerung kompensieren. –
Wenn der Iran jedoch mittelfristig vom Netz genommen wird … wie es die aktuelle Seeblockade durch die Ju-Es-A zur Folge hat … dann finden kurzfristige Anpassungskosten Eingang in die langfristige Unternehmensplanung … und beeinträchtigen den Gewinn nachhaltig. –
Die Aktienmärkte … die derzeit noch von einer vorübergehenden Störung ausgehen … würden dann eine Neubewertung vornehmen. –
Der Druck auf Ju-Es-Präsident Trump steigt also. –
Zum einen meckern die heimischen Autofahrer … zum anderen droht – je länger der Iran-Krieg zur Hängepartie wird – eine Korrektur am Aktienmarkt. –
Die Zwischenwahlen im November würden in einem solchen Fall zum Debakel für Trump. –
Immer mehr Berichte sprechen zudem von Gegenwind aus der eigenen Partei. –
Trump lässt verlauten … der Iran sei quasi führungslos … und suche nach einer neuen Machtstruktur. –
Die Seeblockade treffe den Iran hart … dem Land gehe das Geld sehr schnell aus. –
Auf der anderen Seite wird berichtet … Iraner würden Abschussrampen wieder ausgraben … und sich auf eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen vorbereiten … sofern die Ju-Es-A den Waffenstillstand beenden. –
Diese unterschiedlichen Sichtweisen gipfeln in einer indirekten Konfrontation zwischen Merz und Trump. –
Was Trump als „führungslos“ bezeichnet … sieht unser Bundeskanzler als „geschickte Verhandlungsstrategie“ des Irans. –
Vielleicht klingt bei Kanzler Merz mehr Unmut als Wissen mit … denn diese Woche veröffentlichte B-A-S-F Quartalszahlen … die Grund zur Sorge geben. –
Der Umsatz schrumpft um drei Prozent … der Gewinn sogar um sechs Prozent. –
Die Verkaufsmengen sind konstant … im internationalen Preiswettbewerb kann B-A-S-F mit den heimischen Kosten jedoch nicht bestehen. –
Es bleibt dabei: Das erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit. –
Für uns bleibt die Erkenntnis … dass der Aktienmarkt in diesem Sommer auf eine Korrektur zuläuft … sofern der Iran-Krieg nicht rechtzeitig beendet wird … und die Straße von Hormus nicht rechtzeitig geöffnet wird. –
Und „rechtzeitig“ rückt immer näher … die Zeit läuft ab. –
Wie vor einer Woche ausgeführt … haben wir es weiterhin mit zwei unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklungen zu tun. –
Während die Industrie stark von den Energiepreisen abhängt … befindet sich die KI-Revolution mitten in einem disruptiven Wachstum. –
Verbunden sind beide Bereiche über den Aktienmarkt. –
Des einen Leid ist des anderen Freud … Kapital wechselt je nach Stimmungslage zwischen diesen Bereichen. –
Diese Woche machte ein Bericht des Wall Street Journal die Runde … demzufolge OpenAI im April die eigenen Wachstumsziele verfehlt habe. –
Umgehend wurde der gesamte KI-Komplex ausverkauft. –
Vom Chip-Design … über die Chip-Fertigung … bis hin zu Lohnfertigern … sowie Anbietern von KI-G-P-U’s und C-P-U’s … und KI-Speicher. –
Alles wurde verkauft … weil der Anbieter eines der führenden KI-Modelle einen Schluckauf hat. –
Das setzte sich fort bei Rechenzentren … und deren Energieversorgern. –
All diese Aktien standen zu Wochenbeginn unter Druck. –
Kapital, das nicht in Industrieaktien wechselte … suchte sich KI-Verlierer … und setzte auf eine Erholung. –
Salesforce … S-A-P … ServiceNow … Palo Alto und Adobe legten gegen den Trend zu. –
All das kulminierte gestern in der Veröffentlichung der Quartalszahlen von vier Hyperscalern an einem Tag … Alphabet … Amazon … Microsoft und Meta. –
Alle Zahlen waren stark … doch das reicht inzwischen nicht mehr für weiter steigende Kurse. –
Alphabet überzeugte mit dreiundsechzig Prozent Cloud-Wachstum … die Aktie legt um acht Prozent zu. –
Gemini mag im Wettbewerb zurückliegen … punktet aber mit Integration in die Google Cloud … und mit einem eigenen KI-Chip in Zusammenarbeit mit Broadcom. –
Amazon meldet achtundzwanzig Prozent Wachstum in der A-W-S-Cloud. –
Auch hier zahlen sich Investitionen aus … inklusive eigenem KI-Chip zur Kostenkontrolle. –
Die Aktie steigt um dreieinhalb Prozent. –
Microsoft meldet vierzig Prozent Wachstum bei Azure. –
Doch Copilot enttäuscht in der Anwendung. –
Die Nutzung bleibt hinter den Erwartungen zurück … die Aktie fällt um ein Prozent. –
Am schwächsten entwickelt sich Meta. –
Die Aktie verliert zehn Prozent. –
Trotz starker Zahlen … steigt die Investitionsprognose für zweitausendsechsundzwanzig auf einhundertfünfundzwanzig bis einhundertfünfundvierzig Milliarden Ju-Es-Dollar. –
Meta investiert schneller … als die Erträge realisiert werden können. –
Das sorgt für Skepsis bei Anlegern. –
Neben den Hyperscalern legten auch Visa und Coca-Cola Zahlen vor. –
Visa steigert den Umsatz um siebzehn Prozent … Coca-Cola um zwölf Prozent … und hebt die Gewinnprognose an. –
Die höheren Energiepreise scheinen beim Konsumenten noch nicht angekommen zu sein. –
In Europa meldet Novartis einen Gewinnrückgang von zwölf Prozent … unter anderem durch Preisdruck bei Generika. –
Airbus liefert im ersten Quartal einhundertvierzehn Flugzeuge aus … bei einem Umsatz von zwölf Komma sieben Milliarden Euro … und einem bereinigten E-B-I-T von null Komma drei Milliarden Euro. –
Lieferketten bleiben der Engpass. –
Bis Ende zweitausendsiebenundzwanzig sollen monatlich zweiundsiebzig Flugzeuge produziert werden. –
TotalEnergies profitiert von hohen Energiepreisen … B-N-P Paribas punktet im klassischen Bankgeschäft. –
Heute früh brach der DAX zunächst ein … minus ein Prozent zum Start. –
Der Ölpreis war zwischenzeitlich über einhundertsechsundzwanzig Ju-Es-Dollar gestiegen. –
Berichte über eine mögliche Eskalation des Iran-Kriegs belasteten. –
Hilfe kam aus Japan. –
Die Bank of Japan stellte Unterstützung in Aussicht … sollte der Yen unter Druck geraten. –
Der Nikkei zog an … der Ölpreis fiel … und der DAX drehte ins Plus. –
Aus minus ein Prozent wurde plus ein Prozent. –
Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –
Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben … freue ich mich über Ihre Nachricht. –
Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge … bis dahin. –