Heibel-Ticker Podcast

Iran-Entspannung treibt Märkte Ölpreis fällt Zinsfantasie zurück

Stephan Heibel Season 2026 Episode 16

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Die Aussicht auf Fortschritte bei den Friedensverhandlungen im Iran sorgt für Bewegung an den Finanzmärkten. Sinkende Ölpreise nehmen Druck von der Inflation und eröffnen neue Spielräume für die Geldpolitik – ein Szenario, das Aktien weltweit antreibt. Während wichtige US-Indizes neue Höchststände erreichen, verschieben sich die Erwartungen an Zinsen dies- und jenseits des Atlantiks deutlich. In dieser Ausgabe analysiert Stephan Heibel die Auswirkungen auf verschiedene Sektoren: Warum Softwarewerte plötzlich wieder gefragt sind, welche Rolle KI-Infrastruktur spielt und weshalb Dividendenaktien profitieren. Zudem gibt es Einblicke in das Heibel-Ticker-Portfolio, eine abgeschlossene Optionsschein-Spekulation sowie aktuelle Entwicklungen bei ausgewählten Unternehmen. Auch geopolitische Hintergründe, Marktpsychologie und Anlegerverhalten werden eingeordnet. Ergänzt wird die Folge durch Leserfragen, eine Bewertung regulatorischer Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz und konkrete Beobachtungen zu Einzelwerten wie SAP, Oracle oder Sixt. Eine kompakte, fundierte Einordnung der aktuellen Marktlage. 

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Moin aus Hamburg. –

Willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –

Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –

Für alle anderen – hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe. Mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –

Gelesen von einer K-I-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –

Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –

So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –

Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –

– eins. Info-Kicker: Friedensverhandlungen im Nahen Osten schreiten voran –

Liebe Börsenfreunde, –

 Heibel-Ticker Wunschanalyse –

Sie, liebe Heibel-Ticker-Mitglieder, schlagen bis Montagabend Titel vor, die ich in die Auswahlliste übernehmen soll. –

Die fünf Titel, die am häufigsten vorgeschlagen wurden, schaffen es in die Abstimmung. –

Am Dienstag schicke ich die Vorschlagsliste an alle Heibel-Ticker Plus-Mitglieder, und Sie können bis Dienstagabend bereits in der E-Mail Ihren Wunschkandidaten anklicken. –

Die Aktie mit den meisten Stimmen wird dann von mir analysiert und im folgenden Heibel-Ticker vorgestellt. –

Mein Ziel ist es, Ihren aktuellen Wunsch zeitnah zu erfüllen. – Interaktiver geht es nicht, oder? –

Die Vorschlagsliste umfasst eintausendvierhundertdrei Titel: –

Ich habe den Euro-Stoxx sechshundert, den Ess-Pi fünfhundert sowie den Nikkei zweihundertfünfundzwanzig in die Auswahlliste aufgenommen. –

Ich denke, damit haben wir einen großen Teich, in dem wir angeln können. –

Durch die Beschränkung auf diese großen Indizes vermeiden wir es auch, von irgendwelchen Pfennigaktien und Aktienpuschern manipuliert zu werden. –

Denn im Heibel-Ticker wollen wir letztlich nur Titel, die Sie kaufen und verkaufen können, ohne den Kurs damit nennenswert zu bewegen. –

Alle Heibel-Ticker Plus-Mitglieder dürfen Aktien vorschlagen und anschließend abstimmen. –

Die Analyse wird im Heibel-Ticker für alle Leser verfügbar sein. –

Über diesen Link können Sie ab sofort Ihre Vorschläge eingeben. – Bitte jeder nur ein Kreuz. –

H-T-T-P-S Doppelpunkt Schrägstrich Schrägstrich www Punkt heibel minus ticker Punkt d e Schrägstrich member Schrägstrich wunschanalyse –

 Ende Heibel-Ticker Wunschanalyse –

Es sieht nach einem Friedensschluss im Iran aus. –

In Kapitel zwei zeige ich, welche Aktien davon am stärksten profitieren und welche bereits im Vorfeld profitiert haben. –

Ein niedriger Ölpreis nimmt Druck aus dem Inflationskessel – doch was ist davon bereits eingepreist? –

Immerhin erklommen einige Ju-Es-Indizes diese Woche bereits neue Allzeithochs. –

Unsere heutige Sentiment-Analyse ist mit Vorsicht zu genießen: –

Die meisten wussten zum Zeitpunkt ihrer Stimmabgabe noch nichts von den jüngsten Entwicklungen im Iran. –

Dennoch lassen sich aus der grundlegenden Stimmung einige Schlüsse ableiten, wie Sie in Kapitel drei lesen werden. –

Heute habe ich mal einen kleinen Rundumschlag über unser Heibel-Ticker-Portfolio gemacht. –

Zu vielen Positionen gibt es regelmäßig kleinere Entwicklungen und Meldungen, die ein separates Update jedoch nicht wert sind. –

Dennoch geben auch die kleineren Meldungen in ihrer Vielzahl einen wichtigen Einblick in die jeweiligen Unternehmensentwicklungen. –

Kapitel vier handelt heute also von unseren Portfolio-Werten. –

Diese Woche gab es nur ein Update: –

Wir haben eine erfolgreiche Optionsschein-Spekulation geschlossen. –

Die Details lesen Sie in Kapitel fünf. –

In den vergangenen Wochen haben sich einige Leserfragen angesammelt, die ich diese Woche beantwortet habe. –

Meine Antworten zu insgesamt neun Leserfragen zu den folgenden Aktien können Sie in Kapitel sechs nachlesen: –

High-Flyer Marvell, Ciena und Lumentum, Kapitalerhöhung bei Mutares, zwischenzeitlicher Ausverkauf bei Chip-Maschinenherstellern K-L-A Tencor, Vertiv und Teradyne. –

Außerdem gehe ich auf Details im Optionsscheinhandel ein und schaue mir einen Dividendentitel näher an. –

Consors hat wohl derzeit Probleme mit der Dividendenabrechnung, sodass es zu Verzögerungen kommt. –

Sie wissen, dass ich mich mit der K-I auseinandersetze. –

Diese Woche habe ich mir mal den E-U A-I-Act angeschaut und auf Sinn und Zweck untersucht. –

Ein paar Anmerkungen dazu habe ich in Kapitel sieben zusammengefasst. –

Natürlich gibt es wie immer eine tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker-Portfolio in Kapitel acht. –

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre. –

take share, Ihr Börsenschreibel –

Stephan Heibel –

Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs –

– zwei. So tickt die Börse: Lösung im Iran-Krieg greifbar, Aktienmärkte springen an –

„Zurück auf Los“ nennt man das bei Monopoly. –

Da habe ich heute recherchiert, dass der Ölpreis bei einer Öffnung der Straße von Hormus in Richtung achtzig Ju-Es-Dollar pro Fass Nordseeöl fallen würde –

und einen Social-Kommentar später bricht der Ölpreis von achtundneunzig auf achtundachtzig Ju-Es-Dollar pro Fass ein. –

Das amerikanische W-T-I steht aktuell sogar bei vierundachtzig Ju-Es-Dollar pro Fass. –

Alle Sorgen über Ölknappheit, gestrichene Flüge und rationiertes Benzin sind verflogen. –

Seit siebenundzwanzig Jahren schreibe ich einen wöchentlichen Börsenbrief, und ich habe von Anfang an darauf geachtet, Ihnen nur das Nötigste zu schreiben –

damit Sie sich in kurzer Zeit ein Bild über die Finanzmärkte machen und sich anschließend um andere Dinge kümmern können. –

Schweren Herzens habe ich daher die zwei Seiten, die ich bereits geschrieben habe, gelöscht. –

Fangen wir also nochmals neu an. –

Die Verhandlungen in Pakistan vom vergangenen Wochenende wurden zunächst als „gescheitert“ dargestellt. –

Nachrichtenmagazine sprachen von einem Sieg des Irans. –

Als Donald Trump dann auch noch verkündete, er werde die Straße von Hormus sperren, war die Häme groß –

dass sie doch bereits durch den Iran gesperrt worden sei. –

Am Montag öffneten die Aktienmärkte mit einem dicken Minus, Weltuntergangsszenarien machten die Runde. –

Seither kletterten die Börsen kontinuierlich nach oben – ohne dass es handfeste Gründe dafür gab. –

Erst heute um fünfzehn Uhr erfuhren wir, dass der Iran mit Hilfe der Ju-Es-A die Straße von Hormus von Minen befreien werde und die bedingungslose Durchfahrt ermögliche. –

Ich bin gespannt, ob sich die Nachrichtenmagazine für ihre publizierte Fehleinschätzung entschuldigen werden. –

Für mich war die Fehleinschätzung bereits heute um vierzehn Uhr zehn ausreichend von den Aktienmärkten korrigiert –

und so verkaufte ich unseren Call-Optionsschein auf den Dow Jones mit plus fünfzehn Prozent …

nur eine Stunde später wären es plus zwanzig Prozent gewesen. –

Naja – es ist noch niemand an Gewinnmitnahmen verarmt. –

Erst hü, dann hott: –

Bis heute Vormittag gingen Anleger davon aus, dass die E-Z-B den Leitzins schon bald erhöhen muss, um gegen den erneuten Inflationsdruck durch die hohen Energiekosten anzugehen. –

Für die Ju-Es-A hielt man die gewünschten Zinssenkungen – die durch den nächsten Fed-Chef Kevin Warsh umgesetzt werden sollen – für nicht durchführbar. –

Seit heute Nachmittag hingegen wird wieder diskutiert, ob es eine oder zwei Zinssenkungen in den Ju-Es-A geben wird –

und für die E-Z-B diskutiert man die Notwendigkeit einer Zinsanhebung. –

Es roch nach Weltuntergang …

denn der Iran-Krieg führte zu zurückhaltendem Verhalten der Konsumenten sowie Unternehmen. –

Eine abwartende Haltung – allein aus Vorsicht vor der ungewissen Zukunft – bremst das Wirtschaftswachstum. –

Rufe nach Zinssenkungen wurden laut, um die Konjunktur anzukurbeln. –

Doch das geht nicht, wenn gleichzeitig der Inflationsdruck ansteigt. –

Notenbankchefs waren in diesem Dilemma gefangen. – Vor einer Woche hatte ich mich an die Wunschanalyse von S-A-P gesetzt –

und Sie davon zu überzeugen versucht, dass Software nicht so ohne Weiteres von einer K-I ersetzt werden kann …

insbesondere, weil Software in ein Unternehmensnetz eingebunden ist, das ebenfalls einen Wert darstellt. –

Während in K-I-Foren diskutiert wurde, wann – nicht ob – S-A-P-Software irgendwann wertlos sein wird, stellte ich mich also auf die Gegenseite –

und bezeichnete die S-A-P-Aktie als zu günstig, den Ausverkauf für übertrieben. –

Nun – diese Woche steht die Aktie an der Spitze des Dax mit plus dreizehn Prozent. –

Die gesamte Softwarebranche wurde diese Woche wiederentdeckt. –

Insbesondere die vollmundigen Ankündigungen von Anthropic waren in den vergangenen Wochen und Monaten die Ursache für den gnadenlosen Ausverkauf. –

Am Beispiel der I-T-Sicherheit zeigte sich, dass Anthropics K-I zwar sehr gut im Analysieren –

mit der Umsetzung von Lösungen jedoch überfordert ist. –

Die I-T-Sicherheitslücken müssen durch CrowdStrike – plus dreizehn Prozent – und Palo Alto – plus acht Prozent – geschlossen werden …

weil es eben doch mit dem „Coding“ allein nicht getan ist. –

Es war so etwas wie ein Aha-Effekt, der Anlegern zeigte, dass die Softwarebranche eben doch nicht über Nacht verschwinden wird. –

Werden alle Software-Unternehmen benötigt? – Nein. –

Es wird sicherlich einige geben, die von der K-I überrollt werden. –

Wie in meiner S-A-P-Wunschanalyse gezeigt, müssen wir darauf achten, ob reiner Code verkauft wird –

oder ein Netzwerk, Ökosystem oder Ähnliches daran hängt. –

So waren die zuvor beliebten K-I-Hardwareanbieter – mit Ausnahme von Nvidia – diese Woche weniger gefragt. –

Taiwan Semi veröffentlichte am Mittwoch herausragende Zahlen –

doch nicht herausragend genug, um gegen diesen Trend anzukommen. –

Unternehmen, die eine effizientere Nutzung der knappen Ressourcen im K-I-Universum entwickeln, waren gefragt. –

Nicht aber Micron, SanDisk und Samsung. –

Doch auch das änderte sich heute Nachmittag: –

Mit der Aussicht auf einen günstigeren Ölpreis nimmt der Inflationsdruck ab –

und sinkende Zinsen sind wieder möglich. –

Wichtiger als günstige Energiekosten sind für die Anbieter von K-I-Rechenzentren günstige Finanzierungskosten –

also ein niedriges Zinsumfeld. –

Und genau das ist nun wieder möglich …

sodass Oracle – plus neunundzwanzig Prozent – in die Höhe schoss. –

Dell – plus sechs Prozent – finanziert deutlich weniger, sondern bezahlt aus dem eigenen Cashflow –

profitiert daher nicht ganz so stark. –

Aber das Unternehmen, das aus dem Nichts heraus K-I-Rechenzentren anbietet – CoreWeave – plus dreißig Prozent – hält Schritt mit Oracle. –

Übrigens klettern heute auch die Aktien aus unserem Heibel-Ticker-Dividendenportfolio kräftig nach oben. –

Hohe Zinsen sind Gift für Dividendenaktien –

da Anleger eine vergleichbare Verzinsung ohne Risiko stets einer Dividende mit Kursrisiko vorziehen. –

Diese Woche fielen mir Insiderkäufe bei Sixt ins Auge: –

eine Million Euro steckten Insider diese Woche in Sixt-Aktien. –

Das ist eine Summe, die ich schon für beachtlich halte. –

Sixt wurde im Corona-Crash von einhundert auf dreißig Euro ausverkauft –

stockte die Flotte frühzeitig auf und profitierte dann von der starken Nachfrage nach Fahrzeugen: –

nicht zur Miete, sondern die Verkaufspreise sprangen an. –

Bis Ende zweitausendeinundzwanzig kletterte die Aktie auf ein Hoch bei einhundertsiebzig Euro. –

Die anschließend wieder sinkenden Gebrauchtwagenpreise und das nachhaltig geänderte Verhalten am Arbeitsmarkt – mehr Heimarbeit – belasteten dann das Geschäft. –

Die Aktie sank bis Mitte zweitausendvierundzwanzig dann unter sechzig Euro. –

Das Unternehmen musste sich neu erfinden –

der Gewinn halbierte sich, während der Umsatz aber weiter wuchs. –

Seither läuft die Aktie seitwärts. –

Das Umsatzwachstum ging auf nur noch fünf bis sieben Prozent zurück –

aber der Gewinn bleibt stabil. –

Mit einem E-V durch E-B-I-T-D-A von nur fünf notiert die Aktie inzwischen auf einem extrem günstigen Bewertungsniveau. –

Vier Komma acht Prozent Dividendenrendite sind attraktiv –

und eine anziehende Gewinndynamik verspricht überproportionales Gewinnwachstum. –

Wer ein bis zwei Jahre Geduld mitbringt, kann bei diesem Wert auf eine Kursverdopplung setzen. –

Denn das E-V durch E-B-I-T-D-A durch E-B-I-T-D-A-Growth – also K-G-V durch Gewinnwachstum oder auch P-E-G – liegt bei nur null Komma sechs. –

Für solide Unternehmen halte ich Werte über eins für möglich. –

Schauen wir mal, wie sich die wichtigsten Indizes im Wochenvergleich entwickelten: –

Wochenperformance der wichtigsten Indizes –

Indizes – siebzehnter vierter, zwanzig Uhr einunddreißig – Woche Delta – Summe zwei null zwei sechs Delta –

Dax – vierundzwanzigtausendsiebenhundertzwei – plus drei Komma acht Prozent – plus null Komma neun Prozent –

Ess-Pi fünfhundert – siebentausendeinhunderteinundzwanzig – plus vier Komma fünf Prozent – plus vier Komma null Prozent –

Nikkei – achtundfünfzigtausendvierhundertsechsundsiebzig – plus zwei Komma sieben Prozent – plus sechzehn Komma zwei Prozent –

Shanghai A – viertausendsiebenhundertneunundzwanzig – plus zwei Komma null Prozent – plus zwei Komma eins Prozent –

Ju-Es-Dollar pro Euro – eins Komma achtzehn – plus null Komma sechs Prozent – plus null Komma vier Prozent –

Euro pro Yen – einhundertsechsundachtzig Komma siebenundfünfzig – minus null Komma eins Prozent – plus eins Komma sechs Prozent –

Zehnjahres-Ju-Es-Anleihe – vier Komma vierundzwanzig Prozent – minus null Komma null sieben – plus null Komma null acht –

Umlaufrendite Deutschland – zwei Komma neunundneunzig Prozent – minus null Komma null eins – plus null Komma einundzwanzig –

Feinunze Gold – viertausendachthundertdreiundsechzig Ju-Es-Dollar – plus zwei Komma vier Prozent – plus zwölf Komma sechs Prozent –

Fass Brent Öl – neunzig Komma neunundsiebzig Ju-Es-Dollar – minus drei Komma acht Prozent – plus neunundvierzig Komma zwei Prozent –

Kupfer – dreizehntausendzweihunderteinundsiebzig Ju-Es-Dollar – plus vier Komma sechs Prozent – plus sechs Komma acht Prozent –

Baltic Dry Shipping – zweitausendfünfhundertdreiundzwanzig Ju-Es-Dollar – plus sechzehn Komma acht Prozent – plus vierunddreißig Komma vier Prozent –

Bitcoin – siebenundsiebzigtausendzweihundertvierundvierzig Ju-Es-Dollar – plus fünf Komma drei Prozent – minus zwölf Komma null Prozent –

D-Trump –

Ich werde ja von dem einen oder anderen immer wieder mal als Trump-Versteher – manchmal sogar als Trump-Befürworter – bezeichnet. –

Nun laufe ich Gefahr, den Stempel aufgedrückt zu bekommen, ich hätte Krieg als Mittel zur Zielerreichung gutgeheißen. –

Das ist nicht der Fall. –

Es ist nun einmal mein Job, die Situation so realistisch wie möglich einzuschätzen. –

Und gleichzeitig unterscheidet erfolgreiche von erfolglosen Anlegern, dass man in der Lage sein muss, gegen den Strom zu schwimmen. –

Ich bin also immer auf der Suche nach einer anderen Sichtweise als der, die gerade in den Medien dominiert. –

Und dabei stoße ich leider sehr häufig auf fragwürdige Sichtweisen. –

Manchmal können wir diese zu unserem Vorteil nutzen – wie diese Woche diejenigen, die zum Beispiel auf S-A-P gesetzt haben. –

Dennoch verurteile ich den Iran-Krieg aufs Schärfste. –

Wir Menschen haben über Jahrtausende gelernt, dass Kriege immer unschuldige Opfer mit sich bringen –

und so war es auch dieses Mal. –

Es fehlt allerdings eine Alternative. –

Siebenundvierzig Jahre tanzte uns der Iran auf der Nase herum. –

Jahrzehnte lebten Israelis als Fremdkörper in einer anderen Kultur. –

Trump-Befürworter sagen, irgendwann müsse man Drohungen auch mal wahr machen – sonst wirken sie nicht. –

Ich möchte jedoch daran erinnern, dass wir die Sowjetunion durch Verhandlungen in die Knie zwangen. –

Die Ju-Es-A und Deutschland sorgten Hand in Hand dafür, dass die wirtschaftliche Notlage der Sowjetunion so groß wurde, dass das System kollabierte. –

Wirtschaftliche Verflechtungen – sogar Geldgeschenke an die D-D-R – aber stets unter strengen Bedingungen – erhöhten sukzessive die Abhängigkeit des Ostens vom Westen. –

Mit dem Fall der Mauer wurden alle Russen nun als Freund deklariert. –

Im Falle Chinas sah man selbst kleinste Zugeständnisse als Weg in die richtige Richtung an –

und übersah über Jahrzehnte großzügig den Patentklau, den Markenklau, die wettbewerbswidrige Förderung der chinesischen Industrie und vieles mehr. –

Überraschenderweise kam die Politik zu der Schlussfolgerung, dass wirtschaftliche Sanktionen kein geeignetes Mittel seien, um andere Gesellschaftssysteme in die westliche Wertewelt zu holen. –

Schnell wurde das Beispiel der Sowjetunion als historischer Glücksfall bezeichnet, der sich nicht wiederholen ließe. –

Und so agierte man fortan frei von jeder Moral mit jedem gesellschaftlichen System der Erde. –

Das geht sogar so weit, dass man inzwischen China dafür bewundert, wenn sie sich nicht in den Iran-Krieg einmischen. –

Mit halbherzig umgesetzten Sanktionen finanziert der Westen seit Jahren Gesellschaftssysteme, die nicht unseren Werten entsprechen. –

Ich will es nicht zu lang machen: –

Wenn ich mir einen Weg wünschen dürfte, würde ich mir einen Ju-Es-Präsidenten wünschen, der gemeinsam mit Europa eine florierende westliche Wirtschaft aufbaut –

um sodann Sanktionen konsequenter durchsetzen zu können. –

Unsere Demokratie gepaart mit der Marktwirtschaft sind die besten Gesellschaftsmodelle, die wir derzeit kennen. –

Ohne unsere Unterstützung können uns weder China noch Russland das Wasser reichen. –

Doch die engere Zusammenarbeit zwischen Europa und den Ju-Es-A scheiterte zunächst an T-T-I-P –

für das kein gemeinsamer Nenner gefunden werden konnte – Grenzen der Demokratie? –

und dann an einem Ju-Es-Präsidenten Donald Trump, mit dem man nicht gemeinsame Sache machen kann, ohne aufs Kreuz gelegt zu werden – siehe Meloni. –

Also ja: –

Ich sehe die deutsche Abhängigkeit von der ach so großen Nachfrage aus China als eines der Kernprobleme der heutigen Zeit. –

Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –

Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –

Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge – bis dahin. –