Heibel-Ticker Podcast

SAP Analyse KI Bewertung und Geopolitik bewegen Märkte

Stephan Heibel Season 2026 Episode 15

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In dieser Ausgabe des Heibel-Ticker Podcasts steht die Wunschanalyse zu SAP im Mittelpunkt. Es wird der Frage nachgegangen, ob die KI-Revolution für den Softwarekonzern eher Risiko oder Chance darstellt – mit dem Fazit, dass in der aktuellen Bewertung bereits viele Risiken berücksichtigt sind. Darüber hinaus liefert die Sendung eine fundierte geopolitische Einordnung rund um den Iran-Konflikt, die Rolle Chinas und die strategischen Interessen der USA im Vorfeld eines möglichen Treffens zwischen Donald Trump und Xi Jinping. Ergänzt wird die Analyse durch aktuelle Sentiment-Daten, die zuletzt ein seltenes Kaufsignal lieferten, sowie durch Einblicke in neue Entwicklungen im KI-Sektor rund um das Modell Mythos von Anthropic. Auch Unternehmens-Updates zu Lufthansa und Tesla sowie Portfolioveränderungen werden besprochen. Die Episode verbindet Marktanalyse, Geopolitik und Technologietrends zu einem umfassenden Überblick für Privatanleger. 

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Moin aus Hamburg. –
 Willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –

Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –
 Für alle anderen: Hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe – mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –

Gelesen von einer KI-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –
 Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –
 So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –

Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –

– Eins. Info-Kicker: Wunschanalyse liefert tiefen Einblick in S-A-P –

Liebe Börsenfreunde, –

S-A-P hat die Wunschanalyse gewonnen. In Kapitel sechs habe ich S-A-P ausführlich vorgestellt und untersucht, ob die K-I-Revolution für S-A-P ein Fluch oder Segen ist. –
 Spoiler: In der aktuellen Aktienbewertung ist viel des Fluchs und wenig des Segens eingepreist. –

Vor vier Wochen äußerte ich die Vermutung, dass die Öffnung der Straße von Hormus nicht das oberste Ziel der Ju-Es-A sein könnte, wenn man sich deren Bedeutung für China anschaut. –
 Dieses Argument wurde bislang in den Medien noch gar nicht aufgegriffen, doch auch heute lässt sich aus dieser Sichtweise vieles erklären. –
 In Kapitel zwei habe ich mir das Thema näher angeschaut. –

Unsere Sentiment-Umfrage lieferte vor einer Woche einen Extremwert, wie wir ihn erst viermal in den vergangenen zwölf Jahren erlebt haben. –
 Daraus leitete sich ein Kaufsignal für nervenstarke Anleger ab, und wieder einmal gab die Sentiment-Analyse den richtigen Hinweis. –
 In Kapitel drei analysiere ich die Stimmung dieser Woche. –

Das neueste K-I-Modell von Anthropic heißt Mythos. –
 Es hat laut Anthropic tausende Sicherheitslücken in global eingesetzten Softwarelösungen entdeckt. –
 In Kapitel vier zeige ich, was diese Entwicklungen für die K-I-Revolution bedeuten. –

Die Updates dieser Woche handeln von der Deutschen Lufthansa und von Tesla – sowie von einem Optionsschein, den wir in unser Portfolio aufgenommen haben. –
 Die Details dazu lesen Sie in Kapitel fünf. –

Wie versprochen halte ich Sie auf dem Laufenden über meine ersten Gehversuche mit meinem OpenClaw-K-I-Bot, den ich Kai getauft habe. –
 Kai unterstützt uns bereits bei einfachen Tätigkeiten, doch er hat noch viel zu lernen. –
 Meine ersten Erfahrungen lesen Sie in Kapitel sieben. –

Wie immer gibt es eine tabellarische Übersicht über den aktuellen Stand des Heibel-Ticker-Portfolios in Kapitel acht. –

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre …

heibel –
 take share, Ihr Börsenschreibel –

Stephan Heibel –
 Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs –

– Zwei. So tickt die Börse: Vorbereitung des Treffens zwischen Trump und Xi –

Liege ich völlig falsch mit meiner vor vier Wochen geäußerten Vermutung, der Iran-Krieg richte sich in erster Linie gegen China? –

Ich habe noch einmal ein wenig recherchiert …
 Ende zwanzig fünfundzwanzig stand der Ölpreis bei rund sechzig Ju-Es-Dollar pro Fass Brent. –
 Das war der Zeitpunkt, kurz bevor die Ju-Es-A ihren Coup in Venezuela landeten und das dortige Öl quasi für die eigene Wirtschaft beschlagnahmten. –

China bezog damals zwanzig Prozent des importierten Öls aus drei Ländern: Venezuela, Iran und Russland. –

Alle drei Länder befinden sich seit Jahren auf der Sanktionsliste der Ju-Es-A. –
 Die „Freunde“ der Ju-Es-A dürfen deren Öl nicht abnehmen. –
 Wer das Öl dennoch abnimmt, kann einen niedrigeren Preis anbieten, da der Wettbewerb geringer ist …
 Wettbewerber, die gerne günstiges Öl kaufen würden, dürfen ja aufgrund der Sanktionen nicht. –

Reuters analysierte, dass China für Öl aus dem Iran acht bis zehn Ju-Es-Dollar pro Fass unter dem Weltmarktpreis zahlte. –
 Für Öl aus Russland betrug der Abschlag fünf bis sechs Ju-Es-Dollar pro Fass, und für das schwer verarbeitbare venezolanische Öl sogar einundzwanzig Ju-Es-Dollar pro Fass. –

China, das sich an den Sanktionen nicht beteiligte, profitierte von günstigen Ölimporten. –

Über die verschiedenen Liefermengen errechnet Reuters eine Einsparung Chinas in Höhe von zwölf bis fünfzehn Milliarden Ju-Es-Dollar pro Jahr. –

Sanktionen als Mittel, um schlechtes Verhalten international zu bestrafen, sind also nicht geeignet. –
 Der größte Wettbewerber der Ju-Es-A um die globale Dominanz – China – profitiert von günstigeren Einkaufspreisen, und die bestraften Länder können die Sanktionen für einen schmalen Preis umgehen. –

Oder anders formuliert: Deutschland beteiligt sich willfährig an den Sanktionen gegen Russland, den Iran und Venezuela –
 um anschließend mit den eigenen Produkten auf den Weltmärkten nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein. –
 China sei der Markt der Zukunft, den man nicht ignorieren dürfe. –

Natürlich wünschte ich mir, den Iran ohne Waffengewalt dazu zu bringen, nicht mehr die Hisbollah im Libanon, die Hamas im Gazastreifen und die Huthi im Jemen zu unterstützen. –
 Wenn ich mir die Siedlungspolitik Israels anschaue, muss ich sagen: Es gibt tatsächlich berechtigte Kritik, auf die man hätte eingehen müssen. –

Und so können wir nun mit dem Fingerzeigen beginnen, wer die Spirale der Gewalt in Gang gesetzt hat …
 Doch mit dem Überfall der Hamas auf Israel und der Hinrichtung zehntausender Iraner durch die eigene Regierung ist denen, die mit dem Völkerrecht argumentieren, in meinen Augen jedes Argument genommen. –

So haben wir nun einen Ju-Es-Präsidenten, der diese Situation zu seinem eigenen Vorteil ausnutzt und die Europäer – die Nato – immer wieder aufruft, mitzumachen. –

In dreißig Jahren haben wir es nicht geschafft, China auch nur die geringsten Zugeständnisse beim Markenrecht, bei Patenten oder beim Kapitalzugang des chinesischen Marktes abzuringen. –

Donald Trump wird im Mai Präsident Xi treffen. –
 Und für dieses Treffen schafft er meiner Einschätzung nach derzeit aus seiner Sicht günstige Verhandlungsvoraussetzungen. –

Aus Trumps Sicht hat er alle seine Ziele bereits kurz nach Kriegsbeginn erzielt:
 Das iranische Militär ist stark geschwächt – und China kann kein Öl mehr aus dem Iran kaufen. –

Die Einladung an die Nato, sich zu beteiligen, würde ich so auffassen, dass es für Trump auch eine Lösung wäre, wenn diejenigen Länder, die die „sichere“ Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährleisten, einen Wegzoll erheben dürfen. –

Dieser läge dann nicht bei ein bis zwei Ju-Es-Dollar pro Fass, sondern eher bei zehn bis zwanzig Ju-Es-Dollar pro Fass –
 also genau in der Größenordnung, die den Preisunterschied des iranischen Öls zum Weltmarktpreis ausgleichen würde. –

Hat Trump eigentlich schon China eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen? –
 Wenn er tatsächlich, wie in den Medien oft dargestellt, mit dem Rücken zur Wand stünde …
 dann würde er doch auch Hilfe von China annehmen, oder? –

Da wird nun J-D Vance nach Pakistan fliegen und vermutlich erbost die Forderungen der Iraner in der Luft zerreißen. –

Der Iran – oder zumindest dessen Regierung – sieht sich in einem heiligen Krieg gegen den westlichen Kapitalismus. –
 Ein Einlenken wird aus meiner Sicht erst dann möglich, wenn der Iran die Unterstützung Chinas verlieren sollte. –
 Ist das zu erwarten? –

Nun … da bin ich tatsächlich überfragt. –
 China füllte in den vergangenen Jahren seine Öllager bis zum Maximum auf –
 allein schon, um die günstigen Ölpreise der sanktionierten Exporte zu nutzen. –

Und zwanzig Prozent Importanteil – wobei die Hälfte davon aus Russland kommt –
 sind noch keine Mengen, die China in die Knie zwingen. –

Soweit ein kleiner geopolitischer Exkurs. –
 Ich möchte damit die Handlungen von Donald Trump nicht rechtfertigen – und schon gar nicht gutheißen. –
 Ich möchte nur darauf hinweisen, dass diejenigen, die derzeit wieder den unmittelbar bevorstehenden Untergang Donald Trumps vorhersagen, es sich zu einfach machen. –

Und in diesem Wissen sieht das Kursplus von zwei Komma sieben Prozent im Dax schon ganz anders aus. –
 Der S und P fünfhundert konnte diese Woche sogar um drei Komma acht Prozent zulegen. –

Wenn das die Reaktion der Finanzmärkte auf den vermeintlichen „Sieg“ des Irans ist …
 dann fehlt mir die Vorstellungskraft für eine passende Reaktion im Falle eines von westlichen Medien zugegebenen Sieges der Ju-Es-A. –

Schon während des Krieges war der Ölpreis nicht in Richtung einhundertfünfzig oder gar zweihundert Ju-Es-Dollar pro Fass gestiegen –
 wie es zu erwarten gewesen wäre, wenn sich die Ju-Es-A tatsächlich verhoben hätten. –

Nun notiert der Ölpreis schon wieder unter einhundert Ju-Es-Dollar pro Fass –
 obwohl es noch keinerlei Einigung gibt. –
 Lediglich die beiderseitige Zusage, den Gegner von den eigenen Maximalforderungen überzeugen zu wollen. –

Uns stehen spannende zehn Tage bevor. –

In Kapitel vier führe ich aus, was wir zu erwarten haben, wenn die Verhandlungen scheitern sollten. –
 Schauen wir nun zunächst auf die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes …

Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –
 Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt D E. –

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –
 Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge … bis dahin. –