Heibel-Ticker Podcast

US-Strategie im Fokus Ölkrise China-Konflikt belastet Märkte

Stephan Heibel Season 2026 Episode 11

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Eine widersprüchliche Nachrichtenlage aus Washington sorgt für Verunsicherung an den Märkten und wirft Fragen zur strategischen Ausrichtung der USA auf. In dieser Episode wird beleuchtet, warum die scheinbar chaotischen Signale durchaus Teil eines größeren geopolitischen Plans sein könnten. Im Zentrum steht die These, dass die USA indirekt Druck auf China ausüben, insbesondere über den Ölmarkt und die geopolitischen Spannungen im Iran und in Venezuela.

Die Analyse zeigt, welche Rolle die Straße von Hormus für die globale Energieversorgung spielt und wie stark China von den aktuellen Entwicklungen betroffen ist. Gleichzeitig wird eingeordnet, warum der Ölpreis stark schwankt und welche Folgen ein anhaltend hohes Preisniveau für Inflation, Zinsen und die Weltwirtschaft haben kann. Auch die Reaktionen der Notenbanken und die Auswirkungen auf Währungen wie den US-Dollar werden verständlich erklärt.

Darüber hinaus wird ein Blick auf die Marktstimmung geworfen und aufgezeigt, welche historischen Parallelen es in vergleichbaren Nachrichtenlagen gab. Die Episode liefert damit eine fundierte Einordnung der aktuellen Börsensituation und gibt Orientierung für die kommenden Wochen.

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Moin aus Hamburg … – willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –

Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen … – Für alle anderen: Hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe – mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –

Gelesen von einer KI-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. – Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. – So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –

Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –

Eins. Info-Kicker: Turbulente Woche hinterlässt viele Zweifel an Ju-Es-Strategie. –

Liebe Börsenfreunde … – eine turbulente Woche liegt hinter uns – weniger turbulent in Sachen Kursbewegungen, aber überaus konfus … vermeintlich chaotisch, wenn wir uns die widersprüchlichen Aussagen aus Washington anschauen. –

In Kapitel zwei habe ich meine eigene Erklärung, warum die verschiedenen Aussagen doch Sinn machen: Die Ju-Es-A bereiten Verhandlungen mit China vor. –

Die Stimmung der Anleger ist aufgrund der widersprüchlichen Signale aus Washington entsprechend negativ. – Ich habe mir daher unseren Nachrichten-Indikator genauer angeschaut … – In Kapitel drei zeige ich, was an den Aktienmärkten folgte, wenn eine vergleichbare Nachrichtenlage vorlag. –

Wenn meine Überlegungen zu den wahren Zielen der Ju-Es-Administration stimmen, dann wird das Treffen zwischen Trump und Xi extrem wichtig. – In Kapitel vier zeige ich, wie wir in den kommenden Wochen an den Aktienmärkten ablesen können, wie die Verhandlungen im Vorfeld des Treffens laufen. –

Diese Woche habe ich nur ein Update geschrieben, in dem ich unser aktuelles Verhalten in dieser Börsensituation erläutere. – In Kapitel fünf ist das Update nochmals abgedruckt. –

Ein Leser fragt mich danach, wie man sein Portfolio krisensicher macht. – Darauf gehe ich zwar schon in Kapitel vier ausführlich ein … doch zu einzelnen Titeln – zum Beispiel PayPal oder Rheinmetall – nehme ich im Rahmen meiner Antwort in Kapitel sechs Stellung. –

Wie immer gibt es in Kapitel sieben eine Übersicht über den aktuellen Stand unseres Heibel-Ticker-Portfolios. –

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre … heibel take share … Ihr Börsenschreibel Stephan Heibel … Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs. –

Zwei. So tickt die Börse: „Offramp“ versus Ju-Es-Krieg gegen China. –

„Offramp“ steht in den Ju-Es-A für einen Ausweg. – In den USA wird in den Medien diskutiert, wie ein Ausweg für Donald Trump aus dem Iran-Krieg aussehen könnte … meist mit unbefriedigenden Lösungsvorschlägen. –

Was, wenn das gar nicht der Fokus der Ju-Es-Administration ist? –

Der Krieg gegen den Iran sei gar nicht zu gewinnen, hört man Iran-Kenner kritisieren. – Von einer Pressekonferenz zur nächsten wandeln sich die Kriegsziele um einhundertachtzig Grad. –

Je nachdem, wer von der Trump-Administration gerade vor der Kamera steht, werden völlig unterschiedliche Ziele und völlig unterschiedliche Ist-Beschreibungen abgegeben. –

Eigentlich müsste der Aktienmarkt abstürzen, wenn man sich die jüngsten Entwicklungen anschaut. – Doch Anleger haben noch immer die Hoffnung, dass hinter dem augenscheinlich katastrophalen Angriffskrieg der Ju-Es-A gegen den Iran ein genialer Plan verfolgt werden könnte … der die USA am Ende als Sieger vom Platz gehen lässt. –

Ich habe mich mal auf die Suche nach einer solchen Möglichkeit gemacht … leider ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis. – Aber je mehr ich mich in die Zahlen des Konflikts eingrabe, desto häufiger springen mir Verbindungen nach China ins Auge. –

Was, wenn Donald Trump bereits Krieg gegen China führt? –

Natürlich können die Ju-Es-A nicht China angreifen. – Aber mit Venezuela und dem Iran wurden zwei der wichtigsten Partner Chinas angegriffen. –

Venezuela lieferte vor der Ergreifung Maduros fünfundsiebzig bis achtzig Prozent des Öls nach China. – In Venezuela befinden sich die größten Ölvorkommen der Welt … mehr als in Saudi-Arabien. –

Das Öl ist nur schwer zu fördern, weil es tief in der Erde liegt … und schwer zu verarbeiten. – Es gibt nur wenige Raffinerien weltweit, die das venezolanische Schweröl – das sehr schwefelhaltig ist – verarbeiten können. –

Genau auf diese schweren Ölsorten sind viele Ju-Es-Golfküsten-Raffinerien seit Jahrzehnten ausgelegt. – Sie können leichtes Ju-Es-Schieferöl nur begrenzt statt Schweröl verarbeiten. –

Und das Ju-Es-Schieferöl, das durch Fracking gefördert wird, treibt die Kosten nach oben. – Immer mehr Landstriche müssen dafür für neue Bohrungen umgewidmet werden. – Langfristig ist diese Methode preislich nicht wettbewerbsfähig. –

Analysten schätzen, dass die Ju-Es-A in den kommenden Jahren die Hälfte des früher nach China gelieferten Öls selber abnehmen werden. – Zusätzlich sollen Europa und Indien als Abnehmer entwickelt werden. –

Seit die Ju-Es-A im Jahr zweitausendneunzehn Venezuela mit Sanktionen belegt haben – war damals nicht auch Donald Trump Ju-Es-Präsident? – erodierte die Ölindustrie in Venezuela. – Der Anteil am globalen Export ging von drei Prozent auf nur noch ein Prozent zurück. –

Es fehlte Know-how und Technik, um die Ju-Es-Förderanlagen instand zu halten. – China profitierte von diesen Sanktionen, da es das zuvor in die USA gelieferte Öl günstig abnehmen konnte … wenngleich die Fördermenge sukzessive zurückging. –

Man könnte also meinen, Donald Trump hat mit seinem Coup in Venezuela seinen früheren Fehler korrigiert. – Nun greift er als Zweites den Iran an. –

Dieser revanchiert sich und blockiert die Straße von Hormus … durch die ein Fünftel der globalen Ölexporte transportiert werden. –

Der mit Abstand größte Abnehmer des Öls, das durch diese Meerenge transportiert wird, ist China. – Zusätzlich werden achtzig bis neunzig Prozent des im Iran geförderten Öls nach China geliefert. –

Aus chinesischer Sicht wurden siebenunddreißig Prozent des importierten Öls durch die Straße von Hormus verschifft. – Weitere fünfzehn bis zwanzig Prozent kamen aus Venezuela … und dreizehn bis vierzehn Prozent aus dem Iran. –

Also legten die Ju-Es-A kurzerhand fünfundsechzig bis siebzig Prozent der chinesischen Ölimporte lahm. – Das ist durchaus nennenswert. –

Wer liefert eigentlich außerdem noch Öl nach China? – Na, wer fällt Ihnen da ein? … Richtig: Putin. –

Die Ju-Es-A haben bereits seit langem Russland mit Sanktionen belegt. – Da Pipelines nach China eine zu lange Strecke zurücklegen müssen, wird China noch immer überwiegend mit Öltankern beliefert. –

Diese suchen immer neue Routen … gerne über die Arktis. – Trump würde dort gerne neben Alaska noch ein wenig mehr Präsenz haben … doch die Sache mit Grönland ging erst einmal schief. –

China schlitterte nicht unvorbereitet in diese Krise. – Die chinesischen Ölreserven wurden in den vergangenen Monaten bis zum Maximum aufgefüllt … und so kann der aktuelle Engpass noch neunzig bis einhundertzwanzig Tage aufgefangen werden. –

Zudem verhandelt China mit dem Iran, um eine sichere Durchfahrt der Tanker mit Ziel China zu gewährleisten. – Doch de facto passierte seit zehn Tagen kaum ein Schiff mehr die Straße von Hormus. –

Doch China sucht natürlich nach alternativen Öllieferungen. – Zufällig treibt Öl in sanktionierten Tankern aus Russland – russische Schattenflotte – vor der Küste Chinas und wartet darauf, China über den Engpass zu helfen. –

Das Öl würde die Reichweite der Ölreserven um weitere zwei bis drei Tage verlängern. – Das ist also kein Game Changer … doch immerhin nennenswert. –

Wenn Donald Trump nun die Sanktionen gegen die Schattenflotte Putins aufhebt, dann ist das weder ein Zugeständnis an Putin noch der Versuch, den hohen Ölpreis zu drücken … sondern in erster Linie ein weiterer Schuss gegen China. –

Die Schattenflotte wird an anderen Häfen außerhalb Chinas deutlich höhere Preise erzielen können, wenn die Sanktionen aufgehoben sind. –

Am einunddreißigsten März bis zum zweiten April – also am ersten April – reist Donald Trump nach China. – Der Termin wurde von den Ju-Es-A bestätigt und von China bislang trotz der offensichtlichen Provokationen nicht abgesagt. –

Immerhin verschob Trump in diesen Tagen die Waffenlieferungen an Taiwan, um die Beziehungen nicht über Gebühr zu strapazieren. –

Ich habe den Eindruck, Trump möchte die Blockade der Straße von Hormus gar nicht aufheben. –

Vorhin kursierte eine Meldung, der Iran vermine die Straße von Hormus … obwohl die Ju-Es-A die iranische Schiffsflotte zerstört hätten. – Die USA hätten die „falschen“ Schiffe angegriffen, hieß es. –

Hmm … vielleicht hat man die Minenverleger absichtlich nicht getroffen? –

Nun wurde Donald Trump von der Ju-Es-Bevölkerung unter anderem auch deswegen gewählt, weil er versprach, keine Kriege vom Zaun zu brechen. – Genau das Gegenteil ist nun der Fall … und entsprechend stürzen seine Beliebtheitswerte weiter in den Keller. –

Aber Trump wurde auch gewählt, weil man ihm eine härtere Gangart gegenüber China zutraute … und das könnte er am ersten April zeigen. –

In Kapitel vier analysiere ich, welche Forderungen Trump gegenüber Xi durchsetzen könnte. –

Schauen wir uns nun zunächst die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes an. –

Der Ölpreis sprang diese Woche zunächst über einhundertzwanzig Ju-Es-Dollar pro Fass … um dann nach Kommentaren von Donald Trump – der Iran-Krieg sei bald zu Ende – wieder unter neunzig Ju-Es-Dollar pro Fass zurückzufallen. –

Doch Zweifel kommen auf, ob man das Trump abnehmen kann … und so endet der Ölpreis die Woche über einhundert Ju-Es-Dollar pro Fass. –

Ein kurzer Ölpreisschock hat wenig Auswirkung, da man zunächst auf Reserven zugreifen kann … bis sich der Preis wieder normalisiert. – Doch je länger der Preis teuer bleibt, desto mehr wird er sich in die Wirtschaft übertragen. –

Inflation ist die Folge. –

Inflation bekämpfen die Notenbanken traditionell mit Zinsanhebungen … aber einen Angebotsschock bekommt man damit nicht in den Griff. –

Wenn man also in diesem Fall von Zinsanhebungen absieht, sind doch die erhofften Zinssenkungen für das laufende Jahr vom Tisch. –

Wenn ein hoher Energiepreis die Wirtschaft belastet, braucht es jedoch niedrigere Zinsen, um der Konjunktur unter die Arme zu greifen … die würden dann jedoch auch wieder die Inflation weiter antreiben … –

Die Notenbanken befinden sich also in einer überaus unangenehmen Situation, wenn sich der hohe Ölpreis länger halten sollte. –

Der Euro gab diese Woche gegenüber dem Ju-Es-Dollar kräftig nach – minus ein Komma sechs Prozent. –

In Kriegszeiten gilt der Ju-Es-Dollar aufgrund der großen Militärmacht der USA als sicherer Hafen … Kapital strömt in die USA. –

Der Euro fällt daher diese Woche auf eins Komma vierzehn Ju-Es-Dollar pro Euro. –

Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –

Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –

Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –

Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge … bis dahin. –