Moin aus Hamburg … – willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –
Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen … – Für alle anderen: Hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe – mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –
Gelesen von einer KI-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. – Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. – So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –
Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –
Eins. Info-Kicker: Turbulente Woche hinterlässt viele Zweifel an Ju-Es-Strategie. –
Liebe Börsenfreunde … – eine turbulente Woche liegt hinter uns – weniger turbulent in Sachen Kursbewegungen, aber überaus konfus … vermeintlich chaotisch, wenn wir uns die widersprüchlichen Aussagen aus Washington anschauen. –
In Kapitel zwei habe ich meine eigene Erklärung, warum die verschiedenen Aussagen doch Sinn machen: Die Ju-Es-A bereiten Verhandlungen mit China vor. –
Die Stimmung der Anleger ist aufgrund der widersprüchlichen Signale aus Washington entsprechend negativ. – Ich habe mir daher unseren Nachrichten-Indikator genauer angeschaut … – In Kapitel drei zeige ich, was an den Aktienmärkten folgte, wenn eine vergleichbare Nachrichtenlage vorlag. –
Wenn meine Überlegungen zu den wahren Zielen der Ju-Es-Administration stimmen, dann wird das Treffen zwischen Trump und Xi extrem wichtig. – In Kapitel vier zeige ich, wie wir in den kommenden Wochen an den Aktienmärkten ablesen können, wie die Verhandlungen im Vorfeld des Treffens laufen. –
Diese Woche habe ich nur ein Update geschrieben, in dem ich unser aktuelles Verhalten in dieser Börsensituation erläutere. – In Kapitel fünf ist das Update nochmals abgedruckt. –
Ein Leser fragt mich danach, wie man sein Portfolio krisensicher macht. – Darauf gehe ich zwar schon in Kapitel vier ausführlich ein … doch zu einzelnen Titeln – zum Beispiel PayPal oder Rheinmetall – nehme ich im Rahmen meiner Antwort in Kapitel sechs Stellung. –
Wie immer gibt es in Kapitel sieben eine Übersicht über den aktuellen Stand unseres Heibel-Ticker-Portfolios. –
Nun wünsche ich eine anregende Lektüre … heibel take share … Ihr Börsenschreibel Stephan Heibel … Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs. –
Zwei. So tickt die Börse: „Offramp“ versus Ju-Es-Krieg gegen China. –
„Offramp“ steht in den Ju-Es-A für einen Ausweg. – In den USA wird in den Medien diskutiert, wie ein Ausweg für Donald Trump aus dem Iran-Krieg aussehen könnte … meist mit unbefriedigenden Lösungsvorschlägen. –
Was, wenn das gar nicht der Fokus der Ju-Es-Administration ist? –
Der Krieg gegen den Iran sei gar nicht zu gewinnen, hört man Iran-Kenner kritisieren. – Von einer Pressekonferenz zur nächsten wandeln sich die Kriegsziele um einhundertachtzig Grad. –
Je nachdem, wer von der Trump-Administration gerade vor der Kamera steht, werden völlig unterschiedliche Ziele und völlig unterschiedliche Ist-Beschreibungen abgegeben. –
Eigentlich müsste der Aktienmarkt abstürzen, wenn man sich die jüngsten Entwicklungen anschaut. – Doch Anleger haben noch immer die Hoffnung, dass hinter dem augenscheinlich katastrophalen Angriffskrieg der Ju-Es-A gegen den Iran ein genialer Plan verfolgt werden könnte … der die USA am Ende als Sieger vom Platz gehen lässt. –
Ich habe mich mal auf die Suche nach einer solchen Möglichkeit gemacht … leider ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis. – Aber je mehr ich mich in die Zahlen des Konflikts eingrabe, desto häufiger springen mir Verbindungen nach China ins Auge. –
Was, wenn Donald Trump bereits Krieg gegen China führt? –
Natürlich können die Ju-Es-A nicht China angreifen. – Aber mit Venezuela und dem Iran wurden zwei der wichtigsten Partner Chinas angegriffen. –
Venezuela lieferte vor der Ergreifung Maduros fünfundsiebzig bis achtzig Prozent des Öls nach China. – In Venezuela befinden sich die größten Ölvorkommen der Welt … mehr als in Saudi-Arabien. –
Das Öl ist nur schwer zu fördern, weil es tief in der Erde liegt … und schwer zu verarbeiten. – Es gibt nur wenige Raffinerien weltweit, die das venezolanische Schweröl – das sehr schwefelhaltig ist – verarbeiten können. –
Genau auf diese schweren Ölsorten sind viele Ju-Es-Golfküsten-Raffinerien seit Jahrzehnten ausgelegt. – Sie können leichtes Ju-Es-Schieferöl nur begrenzt statt Schweröl verarbeiten. –
Und das Ju-Es-Schieferöl, das durch Fracking gefördert wird, treibt die Kosten nach oben. – Immer mehr Landstriche müssen dafür für neue Bohrungen umgewidmet werden. – Langfristig ist diese Methode preislich nicht wettbewerbsfähig. –
Analysten schätzen, dass die Ju-Es-A in den kommenden Jahren die Hälfte des früher nach China gelieferten Öls selber abnehmen werden. – Zusätzlich sollen Europa und Indien als Abnehmer entwickelt werden. –
Seit die Ju-Es-A im Jahr zweitausendneunzehn Venezuela mit Sanktionen belegt haben – war damals nicht auch Donald Trump Ju-Es-Präsident? – erodierte die Ölindustrie in Venezuela. – Der Anteil am globalen Export ging von drei Prozent auf nur noch ein Prozent zurück. –
Es fehlte Know-how und Technik, um die Ju-Es-Förderanlagen instand zu halten. – China profitierte von diesen Sanktionen, da es das zuvor in die USA gelieferte Öl günstig abnehmen konnte … wenngleich die Fördermenge sukzessive zurückging. –
Man könnte also meinen, Donald Trump hat mit seinem Coup in Venezuela seinen früheren Fehler korrigiert. – Nun greift er als Zweites den Iran an. –
Dieser revanchiert sich und blockiert die Straße von Hormus … durch die ein Fünftel der globalen Ölexporte transportiert werden. –
Der mit Abstand größte Abnehmer des Öls, das durch diese Meerenge transportiert wird, ist China. – Zusätzlich werden achtzig bis neunzig Prozent des im Iran geförderten Öls nach China geliefert. –
Aus chinesischer Sicht wurden siebenunddreißig Prozent des importierten Öls durch die Straße von Hormus verschifft. – Weitere fünfzehn bis zwanzig Prozent kamen aus Venezuela … und dreizehn bis vierzehn Prozent aus dem Iran. –
Also legten die Ju-Es-A kurzerhand fünfundsechzig bis siebzig Prozent der chinesischen Ölimporte lahm. – Das ist durchaus nennenswert. –
Wer liefert eigentlich außerdem noch Öl nach China? – Na, wer fällt Ihnen da ein? … Richtig: Putin. –
Die Ju-Es-A haben bereits seit langem Russland mit Sanktionen belegt. – Da Pipelines nach China eine zu lange Strecke zurücklegen müssen, wird China noch immer überwiegend mit Öltankern beliefert. –
Diese suchen immer neue Routen … gerne über die Arktis. – Trump würde dort gerne neben Alaska noch ein wenig mehr Präsenz haben … doch die Sache mit Grönland ging erst einmal schief. –
China schlitterte nicht unvorbereitet in diese Krise. – Die chinesischen Ölreserven wurden in den vergangenen Monaten bis zum Maximum aufgefüllt … und so kann der aktuelle Engpass noch neunzig bis einhundertzwanzig Tage aufgefangen werden. –
Zudem verhandelt China mit dem Iran, um eine sichere Durchfahrt der Tanker mit Ziel China zu gewährleisten. – Doch de facto passierte seit zehn Tagen kaum ein Schiff mehr die Straße von Hormus. –
Doch China sucht natürlich nach alternativen Öllieferungen. – Zufällig treibt Öl in sanktionierten Tankern aus Russland – russische Schattenflotte – vor der Küste Chinas und wartet darauf, China über den Engpass zu helfen. –
Das Öl würde die Reichweite der Ölreserven um weitere zwei bis drei Tage verlängern. – Das ist also kein Game Changer … doch immerhin nennenswert. –
Wenn Donald Trump nun die Sanktionen gegen die Schattenflotte Putins aufhebt, dann ist das weder ein Zugeständnis an Putin noch der Versuch, den hohen Ölpreis zu drücken … sondern in erster Linie ein weiterer Schuss gegen China. –
Die Schattenflotte wird an anderen Häfen außerhalb Chinas deutlich höhere Preise erzielen können, wenn die Sanktionen aufgehoben sind. –
Am einunddreißigsten März bis zum zweiten April – also am ersten April – reist Donald Trump nach China. – Der Termin wurde von den Ju-Es-A bestätigt und von China bislang trotz der offensichtlichen Provokationen nicht abgesagt. –
Immerhin verschob Trump in diesen Tagen die Waffenlieferungen an Taiwan, um die Beziehungen nicht über Gebühr zu strapazieren. –
Ich habe den Eindruck, Trump möchte die Blockade der Straße von Hormus gar nicht aufheben. –
Vorhin kursierte eine Meldung, der Iran vermine die Straße von Hormus … obwohl die Ju-Es-A die iranische Schiffsflotte zerstört hätten. – Die USA hätten die „falschen“ Schiffe angegriffen, hieß es. –
Hmm … vielleicht hat man die Minenverleger absichtlich nicht getroffen? –
Nun wurde Donald Trump von der Ju-Es-Bevölkerung unter anderem auch deswegen gewählt, weil er versprach, keine Kriege vom Zaun zu brechen. – Genau das Gegenteil ist nun der Fall … und entsprechend stürzen seine Beliebtheitswerte weiter in den Keller. –
Aber Trump wurde auch gewählt, weil man ihm eine härtere Gangart gegenüber China zutraute … und das könnte er am ersten April zeigen. –
In Kapitel vier analysiere ich, welche Forderungen Trump gegenüber Xi durchsetzen könnte. –
Schauen wir uns nun zunächst die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes an. –
Der Ölpreis sprang diese Woche zunächst über einhundertzwanzig Ju-Es-Dollar pro Fass … um dann nach Kommentaren von Donald Trump – der Iran-Krieg sei bald zu Ende – wieder unter neunzig Ju-Es-Dollar pro Fass zurückzufallen. –
Doch Zweifel kommen auf, ob man das Trump abnehmen kann … und so endet der Ölpreis die Woche über einhundert Ju-Es-Dollar pro Fass. –
Ein kurzer Ölpreisschock hat wenig Auswirkung, da man zunächst auf Reserven zugreifen kann … bis sich der Preis wieder normalisiert. – Doch je länger der Preis teuer bleibt, desto mehr wird er sich in die Wirtschaft übertragen. –
Inflation ist die Folge. –
Inflation bekämpfen die Notenbanken traditionell mit Zinsanhebungen … aber einen Angebotsschock bekommt man damit nicht in den Griff. –
Wenn man also in diesem Fall von Zinsanhebungen absieht, sind doch die erhofften Zinssenkungen für das laufende Jahr vom Tisch. –
Wenn ein hoher Energiepreis die Wirtschaft belastet, braucht es jedoch niedrigere Zinsen, um der Konjunktur unter die Arme zu greifen … die würden dann jedoch auch wieder die Inflation weiter antreiben … –
Die Notenbanken befinden sich also in einer überaus unangenehmen Situation, wenn sich der hohe Ölpreis länger halten sollte. –
Der Euro gab diese Woche gegenüber dem Ju-Es-Dollar kräftig nach – minus ein Komma sechs Prozent. –
In Kriegszeiten gilt der Ju-Es-Dollar aufgrund der großen Militärmacht der USA als sicherer Hafen … Kapital strömt in die USA. –
Der Euro fällt daher diese Woche auf eins Komma vierzehn Ju-Es-Dollar pro Euro. –
Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –
Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt d e. –
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –
Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge … bis dahin. –