Heibel-Ticker Podcast

Tech-Crash trotz stabiler Indizes – Kapital rotiert

Stephan Heibel Season 2026 Episode 9

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Während die großen Indizes auf Wochensicht kaum Bewegung zeigen, vollzieht sich unter der Oberfläche eine deutliche Verschiebung: Anleger ziehen Kapital aus Technologie- und KI-Aktien ab und schichten in defensive Werte, Industrie, Rohstoffe sowie Pharma um. Gold, Öl und Staatsanleihen profitieren von der Flucht in sichere Häfen, während viele KI-Protagonisten trotz intakter Geschäftszahlen unter Druck stehen. Die Sorge vor einem Energie-Flaschenhals der KI-Revolution und vorsichtigere Unternehmensprognosen führen zu sinkenden Bewertungen im Technologiesektor. Gleichzeitig verhindern starke Bewegungen in anderen Branchen einen breiten Index-Crash. Zudem rückt der Bitcoin als spekulativer Gradmesser erneut in den Fokus. Diese Episode analysiert die Hintergründe der Sektorrotation, ordnet die Marktmechanik ein und gibt einen Ausblick auf mögliche Szenarien in den kommenden Wochen. 

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Moin aus Hamburg. –
 Willkommen beim Heibel-Ticker Podcast. Schön, dass Sie dabei sind. –

Erfahrene Zuhörer, die das Intro schon kennen, können rund dreißig Sekunden vorspringen. –
 Für alle anderen – hier gibt’s für Privatanleger jede Woche den Überblick über die wichtigsten Themen unserer Heibel-Ticker-Ausgabe. Mit fundierten Marktanalysen und Börseneinschätzungen. –

Gelesen von einer K-I-generierten Stimme, die wir Schritt für Schritt optimieren, damit sie natürlicher klingt. –

Da die Erstellung der Wochenausgabe freitags oft mehr als zehn Stunden dauert und meist bis in den Abend reicht, spare ich mir das anschließende Vorlesen. –
 So bleibt mehr Zeit für die Recherche und die inhaltliche Arbeit. –

Und jetzt geht’s direkt in die aktuelle Ausgabe. –

– Liebe Börsenfreunde, –

Anleger flüchten in die sicheren Häfen, Risiko-Werte werden weiterhin – wie schon seit Oktober – ausverkauft. In Kapitel zwei zeige ich, was dies bedeutet. –

Die Stimmung entwickelt sich vor diesem Hintergrund erstaunlich gut, wobei Anleger sich gleichzeitig vorbereiten, im Falle eines Rücksetzers nachzukaufen. Wie sich diese Sentiment-Verfassung vor dem Hintergrund der jüngsten Angriffe gegen den Iran auswirken kann, interpretiere ich in Kapitel drei. –

Der Ausblick auf die kommende Woche kann kaum pauschal abgefasst werden, denn die moderaten Bewegungen der Marktindizes verdecken die teils heftigen Bewegungen von Einzelaktien und einzelnen Sektoren in diesen Tagen. In Kapitel vier schaue ich, wie wir uns auf die nächsten Wochen vorbereiten können. –

Unendlich viele Unternehmen unseres Heibel-Ticker-Portfolios haben diese Woche Quartalszahlen veröffentlicht. Da bin ich umgefallen. –
 Okay … wenn ich wieder aufstehe und dabei auch das Unendlich-Zeichen wieder aufrichte, ergibt es eine Acht. –
 Also nochmal: Acht Unternehmen aus unserem Heibel-Ticker-Portfolio berichteten diese Woche Q-Zahlen. –

Ich habe alle Quartalsberichte inklusive der Analysten-Calls analysiert und für Sie bereits im Wochenverlauf als Update verschickt. In dieser Ausgabe finden Sie alle acht Updates in Kapitel fünf. –

Diese Woche fragten mich Heibel-Ticker-Mitglieder nach meiner Meinung zu Linde und zu App-Lovin. Meine Antworten lesen Sie in Kapitel sechs. –

Wie immer gibt es die tabellarische Übersicht über unser Heibel-Ticker-Portfolio in Kapitel sieben. –

Nun wünsche ich eine anregende Lektüre. –

Take share, Ihr Börsenschreibel –
 Stephan Heibel –
 Chefredakteur und Herausgeber des Heibel-Ticker Börsenbriefs. –

Zwei. So tickt die Börse: Flucht in sichere Häfen. –

An den Finanzmärkten suchen Anleger die sicheren Häfen. Wochengewinner im Dax sind die Deutsche Börse, E-On, R-W-E, Vonovia, Deutsche Telekom, Hannover Rück und Münchener Rück. Ich denke, defensiver geht’s nicht mehr. –

Der Goldpreis steigt diese Woche um vier Prozent auf fünftausendzweihundertachtundsiebzig U-S-Dollar je Unze und nähert sich damit schon wieder dem Allzeithoch vom Januar bei fünftausendfünfhundert U-S-Dollar je Unze. –

Auch Silber und Kupfer springen wieder an – ganz zu schweigen vom Ölpreis, der aufgrund der Spannungen im Nahen Osten mit zweiundsiebzig Komma achtundvierzig U-S-Dollar je Fass W-T-I auf das höchste Niveau seit neun Monaten steigt. –

Auch Anleihen werden als sicherer Hafen gesucht. Sowohl in den Ju-Es-A als auch in Deutschland sinken die Renditen der Staatspapiere. –
 Die dreißig Jahre laufenden U-S-Anleihen entfernen sich mit einer Rendite von aktuell vier Komma einundsechzig Prozent von der gefährlichen Fünf-Prozent-Marke. –
 Zehn Jahre laufende U-S-Papiere sinken sogar unter vier Prozent. –
 In Deutschland sinkt die Rendite für Kurzläufer – zwei Jahre – bereits unter zwei Prozent. –

Herrliche Finanzierungsbedingungen für die exorbitant hohen K-I-Investitionen, würde man meinen. –
 Doch das sehen Anleger anders. –

Jede Woche – fast jeden Tag – kommen neue Zweifel an irgendetwas auf. Zunächst zweifelte man an der Zukunftsfähigkeit der Softwarebranche, dann der Finanzbranche, dann an der Zunft der Steuerberater – et cetera. –

Nun hat man den Flaschenhals der K-I-Revolution fest ins Auge genommen: Energie. –
 Nächste Woche kommen die C-E-Os der Hyperscaler nach Washington und werden Donald Trump versprechen, die erforderliche Stromversorgung für ihre K-I-Rechenzentren eigenständig zu beschaffen – ohne dass dadurch der nationale Strompreis nach oben getrieben wird. –

Am stärksten werden – so die Meinung vieler Anleger – die K-I-Protagonisten unter dem Flaschenhals der Stromversorger leiden. –
 Somit wurden auch diese Woche die Aktien der K-I-Unternehmen ausverkauft: –
 Nvidia minus vier Prozent, –
 Lamm Research minus zwei Prozent, –
 Oracle minus drei Prozent, –
 Microsoft minus zwei Prozent. –

Wenn dann ein Unternehmen wie Dell herausragende Zahlen veröffentlicht – aus denen abzulesen ist, dass sich die K-I-Revolution trotz des Flaschenhalses in der Stromversorgung weiter beschleunigt – dann wird zwar die Aktie von Dell um einundzwanzig Prozent nach oben gejubelt … der Rest der Branche kann davon aber nicht profitieren. –

Ich deute dieses Muster weiterhin so, dass wir uns in einer heftigen Korrektur befinden, in der alle K-I-Aktien auf ein niedrigeres Bewertungsniveau gezogen werden – aus Angst vor einer Verlangsamung des Wachstums. –

Wenn nun ein Unternehmen nach dem anderen Zahlen vorlegt, die dieses widerlegen, dann werden diese Zahlen lediglich für dieses Unternehmen akzeptiert … und auch nur für wenige Tage. Danach setzt sich die Skepsis wieder durch. –

Gleichzeitig klettern Industrieaktien kräftig nach oben. Auch Pharma- und Biotech-Aktien laufen gut. Rohstoffunternehmen sind ebenfalls derzeit sehr gefragt – und selbst der Einzelhandel profitiert in diesen Tagen. –

Die Indizes spiegeln die teils heftigen Bewegungen in Einzeltiteln oder in ganzen Sektoren nicht wider. –
 Unterm Strich bleibt eine moderate Bewegung – und ob das plus oder minus null Komma fünf Prozent ausmacht, ist dann eher Zufall. –

Es wird Kapital aus den High-Flyern des vergangenen Jahres abgezogen und in andere Sektoren gesteckt. –
 Dieser Prozess hat bereits Ende des vergangenen Jahres begonnen und zieht sich nun schon seit vier Monaten dahin. –

In meinen Augen ist das ein Crash des Technologiesektors – mit dem die Bewertungen in diesem Sektor deutlich zurückgeholt werden. –

Tech-Unternehmen, die für gewöhnlich mit ihren Kunden Zwei- oder Drei-Jahres-Verträge abschließen, sehen nun bei ihren Kunden große Fragezeichen im Gesicht: –
 Wie sieht unsere Welt in zwei Jahren aus? –
 Was wird alles von der K-I-Revolution erfasst? –
 Welche Branchen, welche Jobs, welche Geschäftsmodelle wird die K-I für sich entdecken? –

Fast täglich veröffentlicht Anthropic ein neues branchenspezifisches K-I-Modell. –
 Bei so viel Ungewissheit werden derzeit seitens der Kunden Verträge nur für kürzere Laufzeiten – vielleicht ein Jahr – abgeschlossen. –

So ist zu erklären, dass die Geschäftszahlen der Unternehmen keine Verlangsamung zeigen, aber die Unternehmensprognosen vorsichtiger werden. –
 Und da an der Börse die Zukunft gehandelt wird, werden die vorsichtigen Prognosen direkt in reduzierte Erwartungen umgewandelt. –
 Die Aktien sind nach unseren etablierten Bewertungsmaßstäben dadurch einfach weniger wert. –

Somit sehen wir derzeit einen Crash der Technologieaktien, während das frei werdende Kapital in anderen Branchen eingesetzt wird – und dadurch einen Crash der Indizes verhindert. –

Wie lange dieser Prozess noch anhalten kann und wie er enden könnte, bespreche ich in Kapitel vier. –
 Schauen wir nun zunächst auf die Wochenentwicklung der wichtigsten Indizes. –

Stand achtundzwanzigster Februar, dreizehn Uhr siebenundzwanzig. –

Der Dax bei fünfundzwanzigtausendzweihundertvierundachtzig Punkten – Woche plus null Komma eins Prozent – im Jahr zweitausendsechsundzwanzig plus drei Komma zwei Prozent. –

S und P fünfhundert bei sechstausendachthundertneunundsiebzig – Woche minus null Komma vier Prozent – im Jahr plus null Komma fünf Prozent. –

Nikkei bei achtundfünfzigtausendachthundertfünfzig – Woche plus drei Komma sechs Prozent – im Jahr plus sechzehn Komma neun Prozent. –

Shanghai A bei viertausendsiebenhundertelf – Woche plus eins Komma eins Prozent – im Jahr plus eins Komma sieben Prozent. –

Euro zu U-S-Dollar bei eins Komma achtzehn – Woche plus null Komma zwei Prozent – im Jahr plus null Komma sechs Prozent. –

Euro zu Yen bei einhundertvierundachtzig Komma sechsunddreißig – Woche plus null Komma neun Prozent – im Jahr plus null Komma vier Prozent. –

Zehn-Jahres-U-S-Anleihe bei drei Komma vierundneunzig Prozent – Woche minus null Komma fünfzehn – im Jahr minus null Komma dreiundzwanzig. –

Umlaufrendite Deutschland bei zwei Komma zweiundsechzig Prozent – Woche minus null Komma null vier – im Jahr minus null Komma sechzehn. –

Feinunze Gold bei fünftausendzweihundertneunundsiebzig U-S-Dollar – Woche plus vier Komma eins Prozent – im Jahr plus zweiundzwanzig Komma zwei Prozent. –

Fass Brent Öl bei zweiundsiebzig Komma siebenundachtzig U-S-Dollar – Woche plus eins Komma fünf Prozent – im Jahr plus neunzehn Komma acht Prozent. –

Kupfer bei dreizehntausenddreihundertvierundvierzig U-S-Dollar – Woche plus vier Komma zwei Prozent – im Jahr plus sieben Komma vier Prozent. –

Baltic Dry Shipping bei zweitausendeinhundertvierzig – Woche plus sechs Komma null Prozent – im Jahr plus vierzehn Komma null Prozent. –

Bitcoin bei dreiundsechzigtausendneunhundertsechsundachtzig U-S-Dollar – Woche minus fünf Komma fünf Prozent – im Jahr minus siebenundzwanzig Komma eins Prozent. –

Der Bitcoin ist nach wie vor ein Anlageort, in dem sich Spekulanten tummeln. –
 Wenn wir also einen Crash im Technologiesektor sehen, dann fällt auch der Bitcoin. –

Es gibt keinen Bewertungsmaßstab für den Bitcoin – daher sind die Schwankungen in diesem Markt so groß. –
 Und da dieser Markt noch kaum reguliert ist, gibt es dort inzwischen auch heftige Liquidationen: –
 Bitcoin-Verkäufe von Spekulanten, die auf Kredit gezockt haben und nun bis zum Hals im Wasser stehen … oder sogar schon unter Wasser sind. –

Um achtundzwanzig Prozent ist der Bitcoin in den ersten zwei Monaten des Jahres bereits gefallen. –
 Ich habe mir zurechtgelegt, dass der Bitcoin mindestens bis Oktober unter Druck bleiben wird. –
 Der Löwenanteil des Kurseinbruchs dürfte jedoch hinter uns liegen. –

Ich hoffe, die Einblicke heute waren hilfreich für Sie. –
 Mehr Details finden Sie wie immer auf heibel-ticker Punkt D-E. –
 Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, freue ich mich über Ihre Nachricht. –
 Und nächste Woche gibt’s die nächste Folge – bis dahin. –